Rheinland-Pfalz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik und Kultur
Eva-Maria TrübRheinland-Pfalz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik und Kultur
In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz und Mainz verstorben. Ihr Wirken umfasste Politik, Kultur, Sport und soziales Engagement. Zu den Verlusten zählen langjährige Politiker, Karnevalsgrößen und engagierte Fachleute, die ihre Gemeinden nachhaltig geprägt haben.
In der Politik verstarb Bernhard Vogel, eine Schlüsselfigur der deutschen Politik, mit 92 Jahren. Er regierte Rheinland-Pfalz zwölf Jahre lang als Ministerpräsident, bevor er weitere elf Jahre in Thüringen amtierte. Auch Herbert Mertin, Justizminister des Landes und FDP-Mitglied, starb mit 66 Jahren – er hatte das Amt seit 2016 inne.
Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) verlor zwei einflussreiche Mitglieder. Dieter Wenger, der langjährige Chef der Wagenbauer, verstarb mit 84 Jahren nach sechs Jahrzehnten, in denen er die aufwendigen Umzugswagen für den Rosenmontagszug gestaltete. Elisabeth Klöver, Leiterin des MCV-Gardenballetts, starb mit 85 Jahren und hinterlässt eine bleibende Spur in den Karnevalstraditionen der Stadt. Im Sport verunglückte Holger Bernhardt, ehemaliger Torwart des 1. FSV Mainz 05, mit 52 Jahren tödlich im Straßenverkehr. Sigurd Spielmann, seit 70 Jahren Ehrenmitglied des Vereins, verstarb im September 2025 mit 90 Jahren. Weitere bedeutende Verluste sind Marita Boos-Waidosch, die von 1993 bis 2018 als Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz wirkte, sowie Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein Unterhaus leitete. Ekkehardt Gahntz, ein erfahrener ZDF-Nachrichtenjournalist, starb mit 79 Jahren nach 25 Jahren, in denen er die Programme des Senders prägte. Der angesehene Onkologe Dr. Thomas Flohr verstarb mit nur 57 Jahren, während Ulf Glasenhardt, Kulturveranstalter bei Schon Schön, unerwartet starb – er war erst 2022 zum Team gestoßen.
Diese Persönlichkeiten hinterlassen eine tiefe Lücke in ihren jeweiligen Bereichen. Ihr Engagement in Politik, Karneval, Gesundheitswesen und Kultur wird denen in Erinnerung bleiben, die sie begleitet haben. Die Region trauert um sie und ehrt zugleich ihr bleibendes Erbe.