Rheinmetall erhält Milliardenauftrag für Lynx-2-Fahrzeuge – Aktie steigt stark
Ehrentraud ZirmeRheinmetall erhält Milliardenauftrag für Lynx-2-Fahrzeuge – Aktie steigt stark
Rheinmetall sichert Großauftrag für deutsche Lynx-2-Aufklärungsfahrzeuge
Rheinmetall hat von General Dynamics European Land Systems (GDELS) einen bedeutenden Auftrag für die neuen Lynx-2-Aufklärungsfahrzeuge der Bundeswehr erhalten. Der im mittleren dreistelligen Millionenbereich liegende Deal umfasst moderne Turm-Systeme und Bewaffnung. Die Bekanntgabe fällt mit einem deutlichen Kursanstieg der Rheinmetall-Aktie zusammen, der eine wochenlange Phase sinkenden Investorenvertrauens beendet.
Der im Februar 2026 unterzeichnete Vertrag sieht die Lieferung von 274 CT-025-Türmen, Oerlikon-KBA-25-Maschinenkanonen sowie hochmodernen Simulatoren vor. Die Produktion übernimmt die Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen, die Auslieferungen sind bis 2031 geplant. Es handelt sich um den ersten Großauftrag für das neu entwickelte, modulare und unbemannte Turm-System, das für flexible Einsätze in verschiedenen Missionstypen konzipiert ist.
Unternehmensintern wird der Umfang des Auftrags als großer Erfolg gewertet. Timo Haas, Leiter der Sparte Digitale Systeme bei Rheinmetall, bezeichnete ihn als "bedeutenden Meilenstein" für den Standort Bremen und das Team in Rom. Zudem betonte er die Bedeutung des Vertrags für die europäische Verteidigungskooperation und die Rolle Rheinmetalls bei der Modernisierung militärischer Fähigkeiten.
An den Finanzmärkten reagierten Anleger positiv: Der Rheinmetall-Aktienkurs stieg innerhalb einer Woche um acht Prozent und schloss bei 1.740 Euro, nach einem Eröffnungskurs von 1.611 Euro. Analysten führen den Anstieg auf den Lynx-2-Auftrag sowie einen weiteren kürzlich bekannt gegebenen Großauftrag zurück – das Seasnake-Programm für Schweden, das am 17. Februar 2026 verkündet wurde. Damit kehrte sich der zuvor negative Trend in der Aktienperformance des Konzerns um.
Der Lynx-2-Auftrag festigt Rheinmetalls Position im Verteidigungssektor, wobei die Auslieferungen bis 2031 andauern werden. Die Erholung des Aktienkurses spiegelt das Vertrauen der Märkte in die wachsende Auftragslage wider. Gleichzeitig unterstreicht der Deal die zunehmende Zusammenarbeit in europäischen Rüstungsprojekten, in denen Rheinmetalls Technologien eine zentrale Rolle spielen.






