Rheydts historische Kirche kämpft gegen den Verfall – wie die Gemeinschaft sie rettet
Eva-Maria TrübRheydts historische Kirche kämpft gegen den Verfall – wie die Gemeinschaft sie rettet
Großes Restaurierungsprojekt: Rheydts historische Kirche soll gerettet werden – die Gemeinschaft steht zusammen
Ein ehrgeiziges Sanierungsvorhaben soll die historische Kirche in Rheydt vor dem Verfall bewahren. Die örtliche Gemeinschaft engagiert sich mit Nachdruck, um das Bauwerk für die Zukunft zu sichern. Der für die Arbeiten verantwortliche Bauverein sucht nun nach kreativen Lösungen, um die knappen Mittel optimal einzusetzen – und gleichzeitig den Turm bis 2028 fertigzustellen. Entscheidend ist dabei die Unterstützung vor Ort, darunter eine langjährige Partnerschaft mit der Volksbank im Rheinland eG.
Die Dringlichkeit der Sanierung wurde im November 2021 offenkundig, als der Kirchturm wegen Einsturzgefahr abgebaut werden musste. Seither konzentriert sich der Bauverein auf die Stabilisierung des Gebäudes, beginnend mit den Fassaden im Osten, Süden und Westen. Ab August 2023 soll das Gerüst aufgestellt werden – der Startschuss für die nächste Projektphase.
Die Finanzierung bleibt jedoch eine Herausforderung und zwingt das Team zu unkonventionellen Ansätzen. Eine kostensparende Idee: Das Gerüst soll für mehrere Fassaden gleichzeitig stehen bleiben, statt es für jede Seite neu auf- und abzubauen. Dadurch ließen sich rund 500.000 Euro einsparen. Neben Fördergeldern und Spenden verkauft der Verein jährlich einen Kalender und kooperierte sogar mit einem Winzer an der Mosel, um einen eigenen Riesling auf den Markt zu bringen.
Die Volksbank im Rheinland eG spielt dabei eine zentrale Rolle – bereits zum fünften Mal in Folge stellte sie 2.000 Euro zur Verfügung. Ein Vertreter der Bank lobte das Engagement der Ehrenamtlichen und betonte, wie sehr das Projekt dem Gründungsgedanken der Selbsthilfe entspreche. Mit dieser Unterstützung peilt der Verein nun die Fertigstellung des Turms bis 2028 an.
Aktuell wird zudem ein neuer Spendenslogan entwickelt, um die öffentliche Unterstützung aufrechtzuerhalten. Die Kampagne steht exemplarisch für den breiten Einsatz zum Erhalt eines Wahrzeichens von großer lokaler Bedeutung.
Die Zukunft der Kirche hängt sowohl von innovativen Sparmaßnahmen als auch von der kontinuierlichen Unterstützung der Gemeinschaft ab. Mit dem bevorstehenden Gerüstaufbau und dem Termin für den Turm 2028 im Blick wird der Erfolg des Projekts davon abhängen, den Schwung zu halten. Die Beiträge der Volksbank und das Engagement der Freiwilligen bleiben dabei unverzichtbar, um das Ziel zu erreichen.






