08 March 2026, 18:18

Riesige Rakete sorgt für Rätselraten auf der Frankfurter Buchmesse

Ein altes Buch mit einer Zeichnung eines Mannes, der eine Rakete hält, mit der Inschrift "Die Kriegskinder" auf der Seite.

Riesige Rakete sorgt für Rätselraten auf der Frankfurter Buchmesse

Ein riesiger Raketenstartkörper ist im zentralen 'Agora'-Innenhof der Frankfurter Buchmesse aufgetaucht und sorgt für Aufsehen sowie lebhafte Diskussionen. Die auf einem Lkw montierte, hoch aufragende Konstruktion gibt den Besuchern Rätsel über ihren Zweck und ihre Bedeutung auf. Unterdessen prägen Debatten über Charakter, Arbeitskultur und sogar Kriegsthematik die diesjährige Veranstaltung.

Die Rakete, die inzwischen zum Blickfang der Messe avanciert ist, entpuppte sich später als ein für Kinder konzipiertes Raumschiff zu Bildungszwecken. Trotz der spielerischen Absicht fragten sich manche Besucher, ob sie eine Abkehr von der traditionellen Ausrichtung der Frankfurter Buchmesse signalisiere. Bisher hat sich keine offizielle Gruppe zu der Installation bekannt, und es gibt keine klaren Bezüge zu aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Debatten.

Auf dem Messegelände drehen sich die Gespräche unter anderem um Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen, Compliance und Korruption. Ein kleiner Verlag präsentierte das Modell eines 'Maiale' – eines italienischen Marine-Torpedos aus dem Zweiten Weltkrieg – als Werbung für einen Roman über einen Faschisten und einen spanischen Buchhändler. An anderer Stelle verwandelte sich ein Frühstücksraum im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen in eine Ausstellung mit Lego-Raumschiffen und 'Star Wars'-Kriegsmaschinen', die Popkultur mit Kriegsbildern vermischte.

Auch die Gastronomiestände griffen das Schützengrabenthema auf: Die österreichischen Aussteller servierten statt ihres üblichen Schnitzels Kartoffelsuppe – passend zu den unerwarteten militärischen Untertönen der Frankfurter Buchmesse. Gerüchten zufolge könnte die Rakete Teil einer Werbekampagne der Bundeswehr sein, die Fachkräfte aus der Branche anwerben will.

Besucher diskutierten zudem über den Begriff 'charakterschwach' und fragten nach seiner genauen Definition sowie nach Entsprechungen in anderen Sprachen. Die Debatten spiegeln ein breiteres Interesse an Werten und Identität wider, das die diesjährige Buchmesse prägt.

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Die Präsenz der Rakete verleiht der Frankfurter Buchmesse eine ungewöhnliche Note und verbindet Bildung, Militärgeschichte und kulturelle Auseinandersetzung. Auch wenn ihr genauer Zweck im Dunkeln bleibt, bleibt die Messe ein Forum für Gespräche über Charakter, Arbeitsethos und sogar Kriegsthemen. Die Mischung aus verspieltem Programm und ernsthaften Diskussionen hat bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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