Sechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026
Eva-Maria TrübSechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026
Sechs innovative Unternehmen konkurrieren in diesem Jahr um den Innovationspreis "Beste CO₂-Nutzung 2026" auf der Fachkonferenz "CO₂-basierte Kraftstoffe und Chemikalien", die am 28. und 29. April in Köln sowie online stattfindet. Die Veranstaltung präsentiert Spitzen-Technologien, die CO₂ in wertvolle Kraftstoffe, Chemikalien und Materialien verwandeln.
Der Preis würdigt Lösungen, die CO₂ von einem Abfallprodukt zu einem nützlichen industriellen Rohstoff machen. Die diesjährigen Nominierten zeigen ein breites Spektrum an Ansätzen – von elektrochemischer Umwandlung bis hin zu Systemen zur direkten CO₂-Abscheidung aus der Luft.
Zu den Finalisten gehört ICODOS (Deutschland), das ein einzigartiges Verfahren zur Herstellung von E-Methanol zu einem Bruchteil der üblichen Kosten entwickelt hat. Das integrierte System fängt CO₂ ein und wandelt es direkt in Methanol um, reduziert dabei den Energiebedarf um über 70 % und erreicht eine CO₂-Nutzungsrate von mehr als 95 %.
Das deutsche Unternehmen CYNio bietet ein spezialisiertes CO₂-basiertes Verfahren zur Herstellung von Isocyanaten an – Schlüsselchemikalien, die in Europa derzeit knapp sind. Ihr Ansatz ermöglicht eine sicherere und nachhaltigere Produktion mit größerer Flexibilität.
Aus Kanada präsentiert CERT Systems ein Air-to-Chemicals-Verfahren, das CO₂ direkt aus der Atmosphäre extrahiert und in Ethylen umwandelt. Diese Technologie erlaubt die Herstellung von "Drop-in"-Kraftstoffen, darunter nachhaltiges Flugbenzin, ohne auf fossile Rohstoffe angewiesen zu sein.
Das französische Unternehmen Aerleum hat ein großtechnisches Verfahren patentiert, das atmosphärisches oder industrielles CO₂ in hochwertige Produkte wie E-Methanol umwandelt. Ihre Methode unterstützt sowohl die Herstellung von Flugkraftstoffen als auch nachhaltiger Chemikalien.
Frühere Ausgaben des Preises ehrten Durchbrüche wie kohlenstoffbasierte Batteriematerialien, Kohlenstoffnanoröhrchen und CO₂-basierte Polyurethane. Diese Innovationen zeigen, dass CO₂ zunehmend als Ressource und nicht als Schadstoff genutzt werden kann.
Die nominierten Technologien umfassen vielfältige Methoden, darunter elektrochemische Umwandlung, integrierte Abscheidungs- und Syntheseprozesse sowie Direct-Air-Capture (DAC) in Kombination mit chemischer Produktion.
Die prämierte Technologie wird während der Konferenz in Köln bekannt gegeben. Die ausgewählte Lösung reiht sich in die Liste früherer Preisträger ein und beweist, dass CO₂ als praktischer und nachhaltiger Rohstoff für die Industrie dienen kann. Die Veranstaltung fördert weiterhin neue Wege, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig wertvolle Produkte zu schaffen.






