21 December 2025, 14:10

SEG verkauft altes Sportfeld Oberburg - Weg frei für geplante Hängebrücken nach Schloss Burg

Ein altes Bild einer Hängebrücke mit einem schwarzen Laternenmast im Vordergrund und einem Baum in der rechten Ecke.

SEG verkauft altes Sportfeld Oberburg - Weg frei für geplante Hängebrücken nach Schloss Burg

SEG verkauft altes Sportgelände in Oberburg – Weg frei für geplante Hängebrücken zu Schloss Burg

Burg an der Wupper – Ein wegweisender Schritt für ein spektakuläres Tourismusprojekt im Bergischen Land ist getan: Die Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG) verkauft das ehemalige Sportgelände an der Talsperrenstraße in Oberburg an die Eberhardt-Unternehmensgruppe. Das Grundstück bildet eine zentrale Grundlage für den Bau einer rund 280 Meter langen und 70 Meter hohen Hängebrücke in der Nähe von Schloss Burg.

Ein ehemaliges Sportgelände im Solinger Stadtteil Oberburg wechselt den Besitzer: Investor Günter Eberhardt hat das Areal erworben und ebnet damit den Weg für eine neue Touristenattraktion. Auf dem Gelände soll eine 280 Meter lange Hängebrücke entstehen, die in 70 Metern Höhe nahe Schloss Burg verlaufen wird. Die politische Zustimmung zum Verkauf erfolgte bereits im Oktober 2024 – ein entscheidender Meilenstein für das Projekt.

Die Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG) hat den Verkauf des Grundstücks an der Talsperrenstraße an die Eberhardt-Gruppe finalisiert. Den Beschluss fasste der Ausschuss für Stadtentwicklung, Stadtplanung und digitale Infrastruktur, der dem Vorhaben grünes Licht gab. Julia Kunz, Geschäftsführerin der SEG, begrüßte die Einigung und betonte, dass das Projekt die Attraktivität des Schloss-Burg-Bereichs deutlich steigern werde.

Der Kauf ist jedoch an strenge Auflagen geknüpft: Die Übergabe des Geländes erfolgt erst, sobald die Baugenehmigung für die geplanten Parkflächen vorliegt. Eberhardt hat zugesagt, das Areal mit Parkplätzen für verschiedene Fahrzeuge sowie einer Besucherinfrastruktur auszustatten. Dazu gehören ein Ankunftsgebäude mit Informationen, Ticketverkauf und Sanitäranlagen. Ein öffentlicher Wanderweg soll das ehemalige Sportgelände mit der Hängebrücke verbinden. Zuvor müssen jedoch umfangreiche städtebauliche Verfahren durchlaufen werden. Derzeit ist das Gelände im Flächennutzungsplan noch als Grünfläche mit Sportnutzung ausgewiesen – eine Umwidmung ist daher unerlässlich, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.

Der Bauunternehmer Eberhardt zeigt sich trotz der Hürden zuversichtlich. Wiederholt hat er die touristische Strahlkraft der Brücke hervorgehoben und das Projekt als „außergewöhnliche Chance“ bezeichnet. Nun konzentriert sich sein Team darauf, die notwendigen Genehmigungen voranzutreiben.

Das Vorhaben steht und fällt mit der Umwidmung des Geländes und der Genehmigung der Parkplatzinfrastruktur. Wird es umgesetzt, entsteht mit der 280 Meter langen Brücke ein neues Wahrzeichen in der Nähe von Schloss Burg, ergänzt durch moderne Besuchereinrichtungen. Die nächsten Schritte umfassen detaillierte Planungen und behördliche Prüfungen, bevor der Bau beginnen kann.