Solingen diskutiert umstrittene Umwidmung des Buschfeld-Gebiets in Agrarflächen
Swantje WeinhageSolingen diskutiert umstrittene Umwidmung des Buschfeld-Gebiets in Agrarflächen
Ein Antrag zur Umwidmung des Buschfeld-Gebiets in Solingen in Freiflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen hat im Planungsausschuss des Regierungsbezirkrats breite Zustimmung erhalten. Die endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus und muss vom gesamten Regierungsbezirkrat gebilligt werden.
Die Abstimmung im Planungsausschuss verlief mit großer Mehrheit, doch die Fraktion von FDP/Freie Wähler sowie ein SPD-Mitglied stimmten dagegen. Befürworter der Umwidmung argumentieren, dass damit der Erhalt der Freiflächen und Ackerflächen in der Region gesichert werde. Kritiker, darunter die FDP/Freie Wähler, sehen darin hingegen eine Einschränkung der künftigen Wohnraum- und Wirtschaftsentwicklung Solingens.
Schon in früheren Anhörungen hatten sich die Industrie- und Handelskammer Niederrhein sowie die Handwerkskammer Düsseldorf gegen die Neuklassifizierung ausgesprochen. Die Debatte spiegelt einen grundsätzlichen Konflikt in Solingen wider: der Abwägung zwischen Flächenschutz und Wachstumsbedarf.
Durch die Umwidmung würde das Buschfeld-Gebiet seinen Status als potenzielle Wohnreserve im Düsseldorfer Regionalplan verlieren. Nun liegt die finale Entscheidung beim Regierungsbezirkrat. Sie wird die künftige Nutzung des Gebiets und die Flächenpolitik Solingens maßgeblich prägen.






