Solingen: Evangelische Kirche plant radikale Standort-Halbierung bis 2037
Swantje WeinhageSolingen: Evangelische Kirche plant radikale Standort-Halbierung bis 2037
Evangelische Kirche in Solingen plant umfangreiche Umstrukturierung ihrer Immobilien
Die Evangelische Kirche in Solingen steht vor tiefgreifenden Veränderungen ihres Immobilienbestands in den kommenden zehn Jahren. Mit 13 aktiven Kirchengebäuden und 9 Gemeindezentren räumen Verantwortliche ein, dass die Unterhaltung aller Standorte auf Dauer nicht mehr tragbar ist. Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Mittwoch, 11. Februar 2026, werden Pläne vorgestellt, den kircheneigenen Flächenbestand bis 2037 zu halbieren.
Die Veranstaltung in der Stadtkirche Mitte konzentriert sich darauf, welche Gebäude über das Jahr 2035 hinaus in kirchlicher Nutzung bleiben sollen. Superintendentin Dr. Ilka Werner betont, dass zunächst geklärt werden muss, welche Standorte den Bedürfnissen der Gemeinden entsprechen, strategisch sinnvoll sind und mit den verfügbaren Ressourcen vereinbar sind.
Eine unter der Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter stehende Arbeitsgruppe hat bereits einen vorläufigen Katalog mit Vorschlägen erarbeitet. Finanzielle Details sollen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt thematisiert werden, und die Bewertungen könnten sich noch ändern. Die Kirche lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, teilzunehmen, Fragen zu stellen und sich in den Entscheidungsprozess einzubringen.
Um Anmeldung wird per E-Mail an [email protected] gebeten, spontane Besucher sind am Abend jedoch ebenfalls willkommen. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen praktische Fragen: Welche Standorte sind unverzichtbar? Wie lassen sich andere sinnvoll umnutzen oder zusammenlegen?
Die Veranstaltung am 11. Februar markiert den Auftakt eines langfristigen Wandels für die evangelischen Immobilien in Solingen. Bis 2037 will die Kirche ihren Flächenbestand deutlich reduzieren, um sicherzustellen, dass die verbleibenden Standorte der Gemeinde bestmöglich dienen. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung werden mitentscheiden, welche Einrichtungen erhalten bleiben und welche möglicherweise geschlossen oder umgenutzt werden.