Solingen plant Durchgriff: Lagerfeuer und Übernachtungen in Ohligser Unterführung verboten
Ladislaus DowergSolingen plant Durchgriff: Lagerfeuer und Übernachtungen in Ohligser Unterführung verboten
Neuer Antrag in Solingen: Durchgreifen im Ohligser Unterführungsbereich
Ein neuer Vorstoß in Solingen zielt darauf ab, die langjährigen Probleme in der Ohligser Unterführung zu lösen. Der Antrag sieht ein Verbot von Lagerfeuern und Übernachtungen vor, berücksichtigt aber gleichzeitig die Bedürfnisse obdachloser Menschen. Anwohner, Pendler und Studierende hatten wiederholt Bedenken wegen Sicherheitsmängeln und mangelnder Hygiene in dem Bereich geäußert.
Der von CDU und der Wählerinitiative SG Zukunft unterstützte Plan wird zunächst im Bezirksrat beraten, bevor er zur endgültigen Abstimmung in den Stadtrat gelangt.
Die Unterführung steht seit Monaten in der Kritik: Verschmutzungen, defekte Beleuchtung und Aufzüge sowie der Ruf als unsicherer Ort sorgen für anhaltende Beschwerden. Die Klagen von Anwohnern, Pendlern und Studierenden über unhygienische und bedrohliche Zustände hatten die Behörden zum Handeln gedrängt.
Bereits im Dezember 2025 hatte die CDU ein generelles Camping- und Übernachtungsverbot vorgeschlagen, um Missbrauch einzudämmen. Der aktuelle Antrag erweitert diese Regelung, indem er städtische Unterführungen und Tunnel explizit in die Verkehrsordnung aufnimmt. Zudem soll geprüft werden, ob Obdachlose unter kontrollierten Bedingungen Hunde in Notunterkünfte mitbringen dürfen.
Die Stadtverwaltung wird mit Obdachlosenhilfe-Organisationen zusammenarbeiten, um Betroffene in bestehende Unterkünfte und Unterstützungsangebote zu vermitteln. Die Verantwortlichen betonen, dass es nicht um Vertreibung gehe, sondern um einen Ausgleich zwischen öffentlicher Sicherheit und solidarer Hilfe für Bedürftige.
Der Antrag stößt auf breite politische Unterstützung, mit Unterschriften sowohl von CDU als auch SG Zukunft. Wird er im Bezirksrat angenommen, geht er zur finalen Entscheidung an den Solinger Stadtrat.
Ziel des Vorhabens ist es, die Verhältnisse in der Ohligser Unterführung durch strengere Regeln zu verbessern, ohne die Unterstützung für obdachlose Menschen zu vernachlässigen. Bei einer Verabschiedung würden die Änderungen ein Lagerverbot sowie einen besseren Zugang zu Notunterkünften umfassen. Zudem soll die Stadtverwaltung praktikable Lösungen prüfen – etwa die begrenzte Erlaubnis, Hunde in Notquartieren unterzubringen.