05 February 2026, 06:54

Solingen streitet um Industrialisierung des Schrodtbergs – Grüne warnen vor ökologischen Folgen

Eine Karte einer Stadt mit einem grünen Bereich in der Mitte, die eine geplante Stelle markiert, und Text, der die Grenzen von Gebäuden, Straßen und anderen Stadtmerkmalen beschreibt.

Solingen streitet um Industrialisierung des Schrodtbergs – Grüne warnen vor ökologischen Folgen

Pläne zur Umwandlung des Schrodtbergs in ein Industriegebiet sorgen in Solingen für Aufsehen

Die von der SPD vorangetriebene rasche Erschließung des Gebiets steht im Widerspruch zum Masterplan Arbeit und Wirtschaft 2025, der die gewerbliche Expansion auf das ehemalige Sportfeld beschränkte. Unterdessen betont die Grüne Partei, dass der ökologische Wert des Geländes Vorrang vor industrieller Nutzung haben müsse.

Der Schrodtberg ist ein zentraler Bestandteil des Solinger Grünzugs und erfüllt gemeinsam mit dem Fleußmühlental wichtige Biotopfunktionen. Die grüne Bezirksvertreterin Helga Bisier warnte, eine industrielle Bebauung würde diese ökologische Rolle zerstören. Der planungspolitische Sprecher der Partei, Dietmar Gaida, verwies zudem auf das steile Gelände, das Bauvorhaben teuer und schwierig mache.

Die Grünen plädieren dafür, bestehende Gewerbegebiete wie jenes am Birkenweiher zu nutzen. Der Masterplan 2025 hatte Bürgern ursprünglich versichert, dass nur das ehemalige Sportfeld bebaut werde. Nun fordert die Partei, Stöcken/Schrodtberg, Piepersberg West und Fürkeltrath II in Gräfrath als geschützte Landschaftsbereiche auszuweisen.

Gaida warnte zudem, dass Klagen von Anwohnern das Projekt verzögern könnten, falls die SPD ihre Ausbaupläne umsetzt. Die Grünen drängen den Stadtrat, bei allen städtebaulichen Entscheidungen Natur- und Klimaschutz in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Zukunft des Schrodtbergs bleibt ungewiss. Eine industrielle Erschließung birgt das Risiko von Rechtsstreitigkeiten und Umweltschäden. Die Grüne Partei schlägt stattdessen vor, bestehende Flächen umzunutzen, um den Solinger Grünzug zu schonen.