13 February 2026, 08:47

Solingens Bezirksbürgermeister fordert Einigkeit im Kampf gegen Obdachlosigkeit in Ohligs

Ein Plakat mit der Aufschrift "Brauchen die Armen ihre Kinder's Hilfe?" mit Bildern.

Solingens Bezirksbürgermeister fordert Einigkeit im Kampf gegen Obdachlosigkeit in Ohligs

Solingens Bezirksbürgermeister Marc Westkämper ruft zu gemeinsamem Handeln gegen Obdachlosigkeit in Ohligs auf

Angesichts eisiger Temperaturen, die das Leben von Obdachlosen gefährden, fordert Westkämper alle politischen Kräfte auf, an einem Strang zu ziehen. Eine Runde-Tisch-Konferenz am 19. Februar soll das Thema aufgreifen, bevor vier Tage später eine entscheidende Sitzung des Bezirksrats ansteht.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Unterführung in Ohligs, wo laut einem Antrag der CDU seit längerem mehrere Menschen übernachten. Zwar gibt es keine offizielle Statistik über die Zahl der Obdachlosen, doch die Sorge wächst, da die frostigen Bedingungen ihre Sicherheit bedrohen. Westkämper betont, dass humanitäre Notlagen Vorrang haben müssten – der Schutz gefährdeter Menschen und die Berücksichtigung der Anwohnerinteressen seien kein Widerspruch.

Westkämper wies Vorwürfe zurück, sein Engagement für den CDU-Antrag hänge von der Unterstützung der AfD ab. Stattdessen appelliert er an die Zusammenarbeit aller Fraktionen und unterstreicht, dass gemeinsame Verantwortung unverzichtbar sei. Er stehe mit allen Gruppen im Bezirksrat im Gespräch, um praktikable Lösungen zu erarbeiten.

Die CDU hat für den 19. Februar eine Runde-Tisch-Konferenz organisiert, um konkrete Schritte zu erörtern. Westkämper will bis zur Sitzung des Bezirksrats Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am 23. Februar einen einheitlichen Vorschlag vorlegen. Sein Ziel bleibt, Schäden zu verhindern und dabei die Bedürfnisse von Obdachlosen wie auch der gesamten Nachbarschaft in Einklang zu bringen.

Die anstehenden Beratungen werden zeigen, wie Solingen auf die akuten Risiken für Obdachlose reagiert. Westkämpers Drängen auf Dialog deutet darauf hin, dass er politische Gräben überwinden will. Die Beschlüsse der Sitzung am 23. Februar werden maßgeblich darüber entscheiden, welche Hilfsmaßnahmen für die Menschen in der Unterführung und im umliegenden Viertel umgesetzt werden.