13 February 2026, 20:59

Solingens Kirchengebäude vor dem Aus – SPD will Rettung für Gemeinschaftsorte

Luftaufnahme einer Stadt mit einer zerstörten Kirche in der Mitte, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Straßen, Fahrzeugen und Trümmern von einem Erdbeben.

Solingens Kirchengebäude vor dem Aus – SPD will Rettung für Gemeinschaftsorte

Die SPD-Ratsfraktion in Solingen hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um örtliche Kirchengemeinden zu unterstützen, die vor schwierigen Entscheidungen über ihre Gebäude stehen. Angesichts der drohenden Schließung vieler Kirchen und Gemeinschaftszentren will die Partei sicherstellen, dass diese Räume für die Nachbarschaften lebendig bleiben. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Florian Pinnow betonte ihre Bedeutung für soziale Dienstleistungen, das kulturelle Leben und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft.

Die Evangelische Kirche in Solingen verwaltet derzeit 22 Gebäude – darunter 13 Kirchen und neun Gemeinschaftszentren –, von denen viele eine ungewisse Zukunft haben. Ein Vorschlag vom 11. Februar 2026 sieht vor, dass nach 2035 nur etwa die Hälfte dieser Einrichtungen erhalten bleibt. Vier Kirchen – die Evangelische Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Dorper Kirche und die Evangelische Kirche Gräfrath – sind für eine langfristige Erhaltung vorgesehen. Die Christuskirche mit ihrem Rupelrath-Gemeinschaftszentrum und die Evangelische Kirche Mangenberg bedürfen noch weiterer Prüfung, während die Evangelische Stadtkirche Mitte aufgrund ihrer zentralen Lage und guten Erreichbarkeit als Sonderfall behandelt wird.

Eine kürzlich vom Evangelischen Kirchenkreis veranstaltete Informationsveranstaltung stieß auf großes Interesse und zeigte, wie sehr den Bürgerinnen und Bürgern das Thema am Herzen liegt. Die neue SPD-Arbeitsgruppe, der Vertreter sowohl evangelischer als auch katholischer Gemeinden angehören, soll als Brücke zwischen den Kirchen und der Kommunalpolitik fungieren. Im Fokus stehen dabei Bauvorschriften, die Auswirkungen von Schließungen sowie die Suche nach nachhaltigen Lösungen für die Gebäude.

Pinnow hob die vermittelnde Rolle der Gruppe hervor und betonte, dass die Gemeinden eine Stimme bei der Gestaltung der Zukunft Solingens haben sollen. Die SPD hat zugesagt, sich weiterhin aktiv in die Debatte um die Kirchengebäude einzubringen, während die Diskussionen weitergehen.

Die Arbeitsgruppe der SPD wird den Dialog mit den Gemeinden fortsetzen, während die Entscheidungen über die Kirchengebäude voranschreiten. Da nur ein Teil der aktuellen Standorte voraussichtlich offen bleiben wird, werden die anstehenden Gespräche das soziale und kulturelle Gefüge Solingens in den kommenden Jahren prägen. Die Partei plant, die Gemeinden während des gesamten Prozesses zu begleiten und zu unterstützen.