Solinger Klinikum: SPD und Bürgerbund fordern rasche Tariflösung bis Oktober
Ladislaus DowergSolinger Klinikum: SPD und Bürgerbund fordern rasche Tariflösung bis Oktober
Ein politischer Streit über die Arbeitsbedingungen im Solinger Klinikum ist eskaliert. SPD und Bürgerbund für Solingen (BfS) fordern nun dringend Veränderungen. Beide Gruppen verlangen von der Krankenhausleitung, bis zum 1. Oktober eine Tarifvereinbarung mit der Gewerkschaft ver.di abzuschließen.
Die SPD hat den Oberbürgermeister aufgefordert, den Vorstand des Klinikums anzuweisen, unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen. Im Mittelpunkt stehen die Lösung langjähriger Probleme bei Löhnen und betrieblicher Altersvorsorge. Ohne Fortschritte droht eine weitere Zuspitzung der Konflikte.
Der Bürgerbund kritisiert die Ausgliederung von Dienstleistungen durch das Krankenhaus und wirft der Leitung vor, damit eine Zweiklassengesellschaft unter den Beschäftigten mit niedrigeren Löhnen geschaffen zu haben. Die Gruppe fordert höhere Löhne, stabile Arbeitsbedingungen und faire Rentenregelungen für die betroffenen Mitarbeiter. Während der BfS auch strukturelle Änderungen anstrebt, hält die SPD eine Rückabwicklung der Ausgliederungen für finanziell nicht umsetzbar.
In einem Punkt sind sich beide Lager einig: Ein schneller Abschluss mit ver.di ist unverzichtbar. Ziel ist es, vor der Oktober-Frist bessere Konditionen für die Mitarbeiter der Servicegesellschaften durchzusetzen.
Das Krankenhaus steht nun unter Zugzwang, bis zum 1. Oktober zu handeln. Eine Tarifvereinbarung könnte die Lohnunterschiede und Rentenkontroversen entschärfen. Scheitern die Verhandlungen, droht eine weitere Verschärfung des politischen Streits um die Arbeitsbedingungen.






