31 May 2026, 14:17

Solinger SPD will Umnutzung von Kirchengebäuden erleichtern – mit neuer Anlaufstelle im Rathaus

SPD unterstützt Kommunen bei neuer Nutzung von Kirchen

Solinger SPD will Umnutzung von Kirchengebäuden erleichtern – mit neuer Anlaufstelle im Rathaus

Solinger SPD drängt auf mehr kommunale Unterstützung für Kirchen, die ihre Gebäude umnutzen wollen

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Die SPD in Solingen setzt sich für eine stärkere Unterstützung der Stadt bei Kirchengemeinden ein, die ihre Gebäude umwidmen möchten. Viele evangelische und katholische Gruppen planen Umbauten, doch komplizierte Vorschriften und Denkmalschutzbelange verzögern die Vorhaben oft. Die Partei hat nun einen gemeinsamen Antrag eingebracht, um das Verfahren zu vereinfachen und klarere Leitlinien zu schaffen.

Der Vorschlag sieht eine neue Koordinierungsstelle im Rathaus vor, die als zentrale Anlaufstelle für die Gemeinden fungieren soll. Zudem soll eine Arbeitsgruppe aus Politikern und Verwaltungsmitarbeitern gemeinsame Grundsätze für die Behandlung von Umnutzungsprojekten erarbeiten. Die SPD betont, dass die Stadt zwar keine finanziellen Mittel für die Umbauten bereitstellen könne, praktische Hilfe – insbesondere bei Bauvorschriften und Denkmalschutzfragen – jedoch erhebliche Hürden abbauen könnte.

Eine laufende Ausstellung in der Lutherkirche mit dem Titel „Kirchen als vierte Orte“ zeigt, wie ehemalige Gotteshäuser neue Funktionen übernehmen können. Von Nachbarschaftszentren bis zu Kulturstätten – die Beispiele verdeutlichen sowohl das Potenzial als auch die Herausforderungen, etwa durch strenge Denkmalschutzauflagen. Mit ihrem Antrag will die SPD Bürokratie abbauen und dafür sorgen, dass Gemeinden bei der Anpassung ihrer Immobilien weniger Verzögerungen erleben.

Die Partei strebt zudem eine fraktionsübergreifende Vereinbarung im Rat an, um diese Bemühungen zu unterstützen. Durch die Einbindung aller demokratischen Kräfte hofft sie auf einen einheitlichen Umgang mit der Umnutzung von Kirchengebäuden in ganz Solingen.

Bei Annahme des Antrags würden im Rathaus eine eigene Anlaufstelle sowie eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Gemeinden berät. Der Fokus liegt darauf, bürokratische Hindernisse zu verringern – nicht auf finanzieller Förderung. Das Ziel der SPD ist es, stillgelegte Kirchen in lebendige Gemeinschaftsräume zu verwandeln, ohne dabei rechtliche und denkmalschützerische Anforderungen aus den Augen zu verlieren.

Quelle