07 January 2026, 22:43

Solinger Supermarkt kämpft mit Warnschildern gegen verstecktes Fleisch an der Theke

Eine Glasvitrine in einem Fleischgeschäft, die Tabletts mit Fleisch und Preisschildern zeigt, mit Gebäuden und Bäumen durch das Fenster und der Decke des Raums oben.

Solinger Supermarkt kämpft mit Warnschildern gegen verstecktes Fleisch an der Theke

Supermarkt in Solingen setzt auf ungewöhnliche Maßnahmen gegen verstecktes Fleisch

Ein Supermarkt in Solingen hat ungewöhnliche Schritte eingeleitet, um zu verhindern, dass Kunden Fleisch verstecken, das sie sich nicht leisten können. Warnschilder säumen nun die Fleischtheke und bitten Einkäufer, nicht bezahlbare Waren zurückzulegen, anstatt sie zu verstecken. Diese Maßnahme erfolgte im Zuge steigender Preise, die dazu führen, dass manche teure Fleischstücke unter günstigeren Produkten wie Gemüse verstecken.

Das Problem wurde erstmals aufgefallen, als Heiko Wodarz, Filialleiter eines örtlichen Supermarkts, feststellte, dass Fleisch von der Frischetheke an unerwarteten Orten auftauchte. Kunden versteckten es zwischen Gemüse oder anderen preiswerten Artikeln, um den vollen Preis zu umgehen. Die finanzielle Not war offensichtlich – viele konnten sich die höheren Kosten schlicht nicht leisten.

Bereits Anfang 2026 führte Hakan Aydin, ein weiterer Supermarktleiter in der Region, ein neues System ein, um das Problem einzudämmen. Waagen und Kameras an den Kassen helfen dem Personal nun, Abweichungen zwischen gescannten Artikeln und dem tatsächlichen Inhalt der Tüten zu erkennen. Überwachungsaufnahmen beobachten zudem verdächtiges Verhalten in der Nähe der Fleischabteilung.

Werden Kunden beim Verstecken von Fleisch ertappt, werden sie angesprochen und gebeten, das versteckte Fleisch zu bezahlen. Bisher wurden keine Hausverbote ausgesprochen. Seit die Warnschilder aufgehängt wurden, ist die Zahl der Vorfälle deutlich zurückgegangen.

Die Maßnahmen des Supermarkts zeigen Wirkung – die Fälle von verstecktem Fleisch haben abgenommen. Das Personal behält die Situation weiterhin im Auge und setzt auf Technik sowie klare Beschilderung, um die Praxis zu unterbinden. Der Fokus liegt vorerst darauf, Diebstahl zu verhindern, statt diejenigen zu bestrafen, die mit den steigenden Lebensmittelkosten kämpfen.