02 January 2026, 10:42

Spektakuläre Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar

Eine Szene mit Schuppen, Transformatoren, Strommasten, Stromkabeln, Zäunen, einer Straßenlaterne an einem Laternenpfahl, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Spektakuläre Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar

Kraftwerk Ibbenbüren: Nächste große Sprengung am 22. Februar

Am 22. Februar steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen in einer kontrollierten Detonation zu Boden gehen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt das Ereignis live – ein weiterer Meilenstein im Rückbau des Standorts.

Die Demontage des Kraftwerks hatte 2023 unter der Leitung des Gütersloher Abbruchspezialisten Hagedorn begonnen. Ziel ist es, die Anlage so sauber und effizient wie möglich zurückzubauen. Bereits im April 2025 waren der Kühlturm und das Kesselhaus gesprengt worden, was der WDR ebenfalls live zeigte.

Der Beton des abgerissenen Kühlturms wird nun als Aufprallbett für die Landung des Schornsteins wiederverwendet. Parallel zerlegen Schweißer große Stahlteile in transportable Stücke, die dem Recycling zugeführt werden. Die Sprengung des Schornsteins selbst hatte sich jedoch aus Sicherheitsgründen verzögert. Sobald die Fläche geräumt ist, übernimmt der Netzbetreiber Amprion den Standort. Geplant ist der Bau eines Umrichters, der Windstrom in Haushaltsstrom umwandelt.

Mit der anstehenden Sprengung verschwinden die letzten großen Bauwerke des Kraftwerks Ibbenbüren. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Standort eine neue Rolle in der erneuerbaren Energie übernehmen: Amprions Umrichterprojekt soll helfen, Windenergie in das lokale Netz zu integrieren.