23 March 2026, 10:26

STAWAG erkundet mit Vibrationen das geothermische Potenzial der Region Aachen

Liniengraph, der die geothermisch erzeugte elektrische Energie von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

STAWAG erkundet mit Vibrationen das geothermische Potenzial der Region Aachen

STAWAG startet im Dezember 2025 mit seismischen Untersuchungen in der Region Aachen

Ab Anfang Dezember 2025 wird die STAWAG in der Aachener Region mit seismischen Messungen beginnen. Ziel des Projekts ist die Erkundung des tiefengeothermischen Potenzials, das langfristig umweltfreundliche Wärme für Haushalte in der Region liefern könnte. Bevor die Arbeiten starten, haben Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit, sich auf öffentlichen Informationsveranstaltungen näher über das Vorhaben zu informieren.

Die Untersuchungen erstrecken sich über eine 39 Kilometer lange Route, die von Würselen bis Stolberg, von Kornelimünster bis Haaren sowie von Aachen bis Eschweiler führt. Spezielle Vibrationsfahrzeuge – sogenannte Vibroseis-Trucks – werden sich langsam auf vorab festgelegten Strecken bewegen und alle 20 Meter für mehrere Minuten halten, um Messungen durchzuführen. Dabei senden die Fahrzeuge Schallwellen in den Untergrund, die von den Gesteinsschichten reflektiert werden und so ein detailliertes Bild des Untergrunds erzeugen – ähnlich wie bei einer Ultraschalluntersuchung.

Während der Arbeiten kann es zu leichten Vibrationen, Geräuschen und kurzen Verkehrsbehinderungen kommen. Die Feldarbeiten werden voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern. Besonders vielversprechend sind nach Angaben der STAWAG Kalksteinschichten aus dem Devon nördlich der Linie Aachen–Düsseldorf–Arnsberg. In einer Tiefe von zwei bis drei Kilometern weisen diese verkarsteten Gesteine eine hohe Porosität und Durchlässigkeit auf – ideale Voraussetzungen für die Speicherung und den Transport von heißem Thermalwasser.

Vor Beginn der Messungen lädt die STAWAG zu öffentlichen Informationsveranstaltungen ein. Interessierte können am 22. November in Stolberg und am 25. November in Aachen-Brand teilnehmen. Vor Ort wird auch ein echter Vibroseis-Truck zu sehen sein, und Fachleute erklären, wie die Technik funktioniert und welche Bedeutung die Untersuchungen haben.

Die seismischen Messungen sind der erste Schritt, um zu prüfen, ob Tiefe Geothermie die Region langfristig mit Wärme versorgen kann. Bei Erfolg könnte das Projekt der STAWAG helfen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Wärmeversorgung klimafreundlicher zu gestalten. Weitere Details, darunter die genauen Messrouten, sind auf der Website der STAWAG abrufbar.

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