29 January 2026, 19:18

Stefan Raabs Late-Night-Show heizt den RTL-Streit mit Sonja Zietlow weiter an

Zwei Männer in Blazern und Krawatten vor einem Glastisch mit Papieren, im Hintergrund ein Fernseher mit der Aufschrift "New Brunswick News".

TV-Streit mit Geschichte - Stefan Raabs Late-Night-Show heizt den RTL-Streit mit Sonja Zietlow weiter an

Stefan Raab hat seit seiner Rückkehr zu RTL im Jahr 2024 seinen langjährigen Streit mit 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' neu entfacht. In seiner Late-Night-Show nimmt er das Format und dessen Moderatoren – darunter Sonja Zietlow – regelmäßig auf die Schippe. Die Auseinandersetzung hat sogar zu Stellenstreichungen im Produktionsteam der Show geführt.

Die Rivalität zwischen Raab und Zietlow reicht bis in die späten 1990er-Jahre zurück. Als Raab vergangenen Jahres zu RTL zurückkehrte und 'Die Stefan Raab Show – Die halbe Stunde nach der Stunde danach' startete, flammten die Spannungen wieder auf. Die Sendung, die dienstags bis donnerstags um 23:30 Uhr läuft, zielt mit scharfer Kritik direkt auf 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!'.

Raab hat Zietlow mehrfach verspotten lassen, unter anderem mit einem Ausschnitt aus seiner alten Show 'TV total', in dem sie einen derben Spruch von sich gab. Diesmal greift er sie im Rahmen eines Live-Kommentars an, in dem er die täglichen Folgen der Dschungelshow seziert. Zietlow, die 'Ich bin ein Star' seit 2004 moderiert, und ihr Co-Moderator Jan Köppen haben öffentlich Stellung für das Format bezogen.

Hinter den Kulissen hat der Streit konkrete Folgen: Die Personalabbau bei 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' steht im Zusammenhang mit Umverteilungen im RTL-Budget, die auch durch Raabs teuren Vertrag bedingt sind. Die einst unterhaltsame Spätabend-Sendung ist mittlerweile zu einer Bühne für eine öffentlich ausgetragene Fehde geworden.

Mit Raabs Rückkehr hat sich seine Late-Night-Show zu einer Plattform für Angriffe auf 'Ich bin ein Star' und dessen Team entwickelt. Die anhaltende Auseinandersetzung wirkt sich spürbar auf die Produktion aus – es gab Entlassungen unter den Mitarbeitenden. Vorerst zeigt der Streit keine Anzeichen einer Beruhigung, während beide Seiten sich weiterhin verbal attackieren.