29 December 2025, 17:55

Steuergeld für Habeck-Doku: 270.000 Euro sorgen für Empörung

Zwei orange und grüne Autos sind geparkt, mit Menschen und Bäumen im Hintergrund durch ein Fenster sichtbar.

Steuergeld für Habeck-Doku: 270.000 Euro sorgen für Empörung

Ein neuer Dokumentarfilm über den ehemaligen deutschen Vizekanzler Robert Habeck hat für Aufsehen gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass Steuergelder in Höhe von über 270.000 Euro die Produktion des Films mitfinanziert haben. Der unter dem Titel Jetzt. Wohin. erschienene Film begleitet Habecks Wahlkampf um die Kanzlerschaft im Jahr 2025 und erhielt öffentliche Zuschüsse. Kritiker aus dem rechten politischen Lager werfen dem Grünen-Politiker vor, staatliche Mittel für persönliche Selbstdarstellung zu missbrauchen. An der Finanzierung des Films waren drei öffentliche Institutionen beteiligt: der Deutsche Filmförderfonds, die Filmförderungsanstalt und die Film- und Medienstiftung NRW. Die Produzentin Janine Jackowski, deren Firma Komplizen Film seit 2011 rund 13 Millionen Euro an Fördergeldern von der NRW-Stiftung erhalten hat, zeichnete für das Projekt verantwortlich. Trotz der öffentlichen Unterstützung erhielt Habeck selbst keine Vergütung für seine Mitwirkung. Der vor der Premiere am 7. Dezember veröffentlichte Trailer wurde auf YouTube bereits 20.000 Mal aufgerufen. Die Enthüllungen über die Finanzierung haben jedoch scharfe Kritik ausgelöst. Der Unternehmer Rainer Zitelmann fordert ein Ende aller Filmsubventionen und argumentiert, Steuergelder dürften nicht für politische Wahlkämpfe verwendet werden. Konservative Politiker bezeichnen die Produktion als "Filmdenkmal" für Habeck und stellen infrage, ob öffentliche Gelder einen Dokumentarfilm über einen aktiven Politiker unterstützen sollten. Die Debatte hat an Schärfe gewonnen, da sich die Grünen auf künftige Wahlen vorbereiten – Gegner werten die Subventionen als unlauteren Wettbewerbsvorteil. Der Streit wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen bei der staatlichen Förderung von Medienprojekten mit politischen Bezügen. Mit 270.793,95 Euro an öffentlichen Mitteln für Jetzt. Wohin. wird die Veröffentlichung des Films nun von Vorwürfen der Voreingenommenheit überschattet. Die Diskussion dürfte weiter an Fahrt aufnehmen, sobald der Dokumentarfilm nach seiner Dezember-Premiere ein breiteres Publikum erreicht.