19 March 2026, 16:23

Streiks im ÖPNV: Bielefelds Familien kämpfen um Schulwege ihrer Kinder

Eine Zeichnung der St. Louis Manual Training School mit ein paar Menschen davor und Text unten.

Streiks im ÖPNV: Bielefelds Familien kämpfen um Schulwege ihrer Kinder

Streiks im ÖPNV in Bielefeld belasten Familien – Kinder müssen trotzdem zur Schule

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Die anhaltenden Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Bielefeld sorgen bei Familien für erhebliche Probleme, da die Kinder weiterhin die Schule besuchen müssen. Die Gesamtschule Rosenhöhe hatte versucht, für ältere Schüler:innen auf Distanzunterricht umzustellen, wurde jedoch durch landesweite Vorschriften blockiert. Viele Eltern stehen nun vor der Herausforderung, Beruf und Schulweg ihrer Kinder während der Ausfälle unter einen Hut zu bringen.

Der andauernde Verkehrsstreik am Freitag zwingt Eltern, improvisierte Lösungen zu finden, um ihre Kinder pünktlich zum Unterricht zu bringen. Der Bielefelder Verkehrsbetrieb MoBiel hat zwar zugesichert, Schulverbindungen priorisiert zu bedienen, doch mit Verspätungen ist weiterhin zu rechnen. Besonders betroffen sind Haushalte ohne Auto, Alleinerziehende und Eltern in Vollzeitbeschäftigung, für die die rechtzeitige Anreise der Kinder zur Schule zur logistischen Hürde wird.

In Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg gelten während angekündigter Streiks strenge Präsenzpflichten. Ausnahmen werden nur gewährt, wenn der Schulweg für Schüler:innen tatsächlich unmöglich ist. Trotz Forderungen einiger Eltern nach Online-Unterricht hat das zuständige Bildungsministerium Distanzlernen an Streiktagen explizit untersagt.

An der Gesamtschule Rosenhöhe hatten Lehrkräfte vorgeschlagen, für die Jahrgangsstufen acht und höher auf virtuellen Unterricht umzusteigen. Der Vorschlag wurde abgelehnt – Eltern bleibt damit keine andere Wahl, als ihren Alltag umzukrempeln. Einige mussten bereits Urlaubstage nehmen oder Schichten tauschen, was zu Lohnausfällen führt.

Der Streik offenbart die Belastung für Familien, wenn der Verkehr zum Erliegen kommt, die Schulen aber geöffnet bleiben. Da es keine Flexibilität für digitalen Unterricht gibt, müssen Eltern weiterhin Wege finden, ihre Kinder zum Unterricht zu bringen. Die Situation zeigt den Konflikt zwischen starren Präsenzregeln und den Realitäten berufstätiger Haushalte auf.

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