Telekom setzt 2025 auf Glasfaserboom und digitalen Kundenservice – doch Kritik bleibt

Ladislaus Dowerg
Ladislaus Dowerg
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Eine Karte der Vereinigten Staaten mit grünen Punkten, die Glasfaser-Städte markieren, begleitet von Text, der die Städte und ihre Standorte beschreibt.Ladislaus Dowerg

Telekom setzt 2025 auf Glasfaserboom und digitalen Kundenservice – doch Kritik bleibt

Telekom präsentiert Zahlen für 2025: Wachstum bei Glasfaser und Service-Umsätzen – Führungskräfte verlängert, Kulturwandel angestoßen

Die Telekom hat ihre Finanzzahlen für 2025 vorgestellt und dabei Fortschritte beim Ausbau von Glasfaseranschlüssen sowie steigende Service-Umsätze in Europa hervorgehoben. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen Verlängerungen in der Führungsetage und eine neue Initiative an, um die Agilität angesichts wachsender regulatorischer und geopolitischer Herausforderungen zu stärken.

Auf der Pressekonferenz präsentierte Vorstandsvorsitzender Timotheus Höttges gemeinsam mit einem erweiterten Führungsteam – darunter T-Systems-Chef Dr. Ferri Abolhassan und Rodrigo Diehl von der Telekom Deutschland – die Pläne für die digitale Expansion und Verbesserungen im Kundenservice.

Die Telekom verzeichnete ein kräftiges Wachstum der Service-Umsätze in Europa um 3,9 Prozent, getrieben vor allem durch den Glasfaserausbau. Dominique Leroy, Leiterin der Europa-Sparte, bestätigte, dass 2025 insgesamt 1,1 Millionen neue Haushalte angeschlossen wurden, sodass die Gesamtzahl auf 11,3 Millionen stieg. Rodrigo Diehl gab bekannt, dass im vergangenen Jahr fast 600.000 neue Glasfaserkunden gewonnen wurden – mit dem Ziel, bis 2027 eine Million zu erreichen. Besonders im Fokus stehen dabei ländliche Einfamilienhäuser sowie der Zugang zu Mehrfamiliengebäuden.

Kritik gibt es jedoch am Kundenservice: Verbraucherschützer monieren lange Wartezeiten bei Glasfaserinstallationen und eine Zunahme unangekündigter Haustürbesuche. Als Reaktion darauf kündigte Diehl an, die "Mein-Magenta"-App zum zentralen Anlaufpunkt für Kundeninteraktionen auszubauen. Ziel sei es, bis zu 70 Prozent der Vertragsverlängerungen digital abzuwickeln.

In puncto Führungspersonal verlängerter Timotheus Höttges die Verträge von Thorsten Langheim und Dr. Ferri Abolhassan. Er lobte die Belegschaft für die starken Ergebnisse in einem schwierigen Jahr. Abolhassan, Chef von T-Systems, erklärte, das Unternehmen habe die Wende geschafft und strebe nun profitables Wachstum an – insbesondere in neuen Bereichen wie der Rüstungsindustrie. Mit rund 50.000 Mitarbeitenden weltweit, davon 10.000 allein in Indien, treibt T-Systems die Expansion weiter voran.

Höttges ging auch auf interne Herausforderungen ein und kritisierte geopolitische Spannungen sowie die zunehmende Regulierung. Um sich anzupassen, startete die Telekom die Initiative "T-Style", die Prozesse verschlanken, Bürokratie abbauen und eine agilere Unternehmenskultur fördern soll. Während die Mobilfunksparte weiterhin auf die Premium-Marke "Telekom" setzt, bedienen die günstigeren Angebote "congstar" und "fraenk" preisbewusste Kunden.

Die Bilanz für 2025 zeigt Fortschritte beim Glasfaserausbau und digitalen Services, doch der Kundenservice bleibt ein zentrales Thema. Das Unternehmen setzt auf appbasierte Interaktionen und peilt eine Million neue Glasfaserkunden bis 2027 an. Mit verlängerten Führungsverträgen und einem Kulturwandel will die Telekom ihre Position in einem wettbewerbsintensiven und stark regulierten Markt weiter stärken.

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