Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Dividenden und drohenden Stellenabbau
Swantje WeinhageThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Dividenden und drohenden Stellenabbau
Arbeiter der Thyssenkrupp-Stahlsparte und des Stahlherstellers HKM haben sich vor der Hauptversammlung des Konzerns zu gemeinsamen Protesten zusammengeschlossen. Sie werfen dem Unternehmen vor, Gewinne über die Belegschaft zu stellen, und fordern eine gerechtere Behandlung der Mitarbeiter, die von Stellenstreichungen betroffen sind.
Die Gewerkschaft IG Metall steht an der Spitze der Kritik und behauptet, Thyssenkrupp setze Aktionärsausschüttungen über die Arbeitsplatzsicherheit. Mitarbeiter beider Unternehmen versammelten sich, um ihre Sorgen zu äußern, und verlangten einen Sozialtarifvertrag zum Schutz der Belegschaft.
Im Mittelpunkt des Streits steht eine vorgeschlagene Dividende von 15 Cent pro Thyssenkrupp-Aktie, was einem Gesamtvolumen von 93 Millionen Euro entsprechen würde. Die Protestierenden argumentieren, dieses Geld solle stattdessen die Mitarbeiter während des Stellenabbaus unterstützen. Hans Friedrich Nienhaus, Vorsitzender des Betriebsrats von HKM in Duisburg, ist eine Schlüsselfigur in der Forderung nach einem faireren Umgang mit den erwarteten Stellenabbauplänen.
Die Arbeiter verlangen zudem, dass die Aktionäre vollständig auf Dividenden verzichten. Ihr Hauptanliegen ist es, sicherzustellen, dass etwaige Entlassungen sozialverträglich gestaltet werden – mit angemessener Unterstützung für die betroffenen Mitarbeiter.
Die Proteste verdeutlichen die wachsenden Spannungen zwischen der Unternehmensführung von Thyssenkrupp und der Belegschaft. Angesichts drohender Stellenstreichungen fordern die Beschäftigten Garantien, dass Kündigungen fair abgewickelt werden. Das Ergebnis der Hauptversammlung könnte entscheiden, ob ihre Forderungen erfüllt werden.