28 January 2026, 02:31

Ukrainischer Botschafter stärkt in Krefeld wirtschaftliche Bindungen zu Deutschland

Ein Plakat mit einer detaillierten Karte von Ukraine aus dem Jahr 1885, versehen mit Text und Zahlen.

Ukrainischer Botschafter stärkt in Krefeld wirtschaftliche Bindungen zu Deutschland

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, besuchte kürzlich Krefeld, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Im Mittelpunkt des Besuchs standen Gespräche über Handel, Investitionen und die anhaltenden Herausforderungen, vor denen die Ukraine angesichts des Krieges steht. Lokale Politiker und Wirtschaftsvertreter nahmen an den Diskussionen teil, um neue Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

Während seines Aufenthalts trug sich Makeiev in das Goldene Buch der Stadt Krefeld im Rathaus ein. Bürgermeister Frank Meyer nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil und betonte die vertiefte Verbindung zwischen der Stadt und der Ukraine.

Botschafter Makeiev sprach offen über die verheerenden Folgen des Krieges für sein Land. Er beschrieb die Zerstörung kritischer Infrastruktur, darunter Kraftwerke, durch die viele Zivilisten ohne grundlegende Versorgungsleistungen auskommen müssen. Auch seine eigene Mutter, so enthüllte er, sei direkt von den Stromausfällen betroffen gewesen.

Bürgermeister Meyer äußerte große Bewunderung für die Widerstandsfähigkeit der Ukraine. Er lobte die Entschlossenheit des Landes, seine Freiheit trotz immenser Entbehrungen zu verteidigen, und unterstrich damit die Solidarität der Stadt mit dem ukrainischen Volk.

Der Handel zwischen Deutschland und der Ukraine bleibt bedeutend: Deutsche Unternehmen exportieren derzeit jährlich Waren im Wert von etwa 4,6 Milliarden Euro in die Ukraine. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und ukrainischer Honorarkonsul, rief weitere deutsche Firmen dazu auf, Investitionen in dem Land in Betracht zu ziehen. Wirtschaftliche Unterstützung, so sein Argument, werde dazu beitragen, die Zukunft des Landes zu stabilisieren.

Die Bundesregierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um private Investitionen zu fördern. So startete Wirtschaftsministerin Katherina Reiche am 15. Dezember 2025 UkraineConnect, ein mit 45 Millionen Euro ausgestattetes Programm, das günstige Kredite anbietet. Zudem erhielten im selben Jahr über 50 deutsche Projekte trotz des anhaltenden Konflikts Bundesbürgschaften. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Risiken für Unternehmen zu verringern, die sich für den Wiederaufbau der Ukraine engagieren wollen.

Der Besuch unterstrich Krefelds Rolle bei der Vertiefung der deutsch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen. Die Gespräche des Botschafters Makeiev mit lokalen Verantwortlichen und Wirtschaftsführern ebneten den Weg für mögliche neue Partnerschaften. Gleichzeitig bieten bestehende, staatlich geförderte Programme weiterhin finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die in die Zukunft der Ukraine investieren.