23 January 2026, 06:26

Ver.di droht mit Streiks im NRW-Nahverkehr nach gescheiterten Tarifverhandlungen

Ein Plakat mit einem Zug auf Schienen mit ein paar Menschen in der Nähe, der Text lautet "The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation".

Ver.di droht mit Streiks im NRW-Nahverkehr nach gescheiterten Tarifverhandlungen

Die erste Verhandlungsrunde über die Löhne der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr Nordrhein-Westfalens endete am 21. Januar ergebnislos. Die Arbeitgeber legten keinen konkreten Vorschlag vor, was die Gewerkschaftsvertreter verärgert zurückließ. Die Verhandlungsführer der Gewerkschaft Ver.di warnten nun, dass weitere Streiks drohen könnten, falls nicht bald Fortschritte erzielt werden.

Die von Ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech geleiteten Gespräche konzentrierten sich darauf, die nicht mehr tragbaren Arbeitsbelastungen durch verbesserte Dienstpläne und eine neue Rahmenvereinbarung zu verringern. Die Beschäftigten leiden seit Langem unter überlangen Arbeitszeiten, während der wachsende Fachkräftemangel die Bedingungen zusätzlich verschärft. Zu den zentralen Forderungen gehören eine kürzere Arbeitswoche ohne Lohnkürzungen, eine Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen den Schichten sowie ein 40-prozentiger Zuschlag für Sonntagsarbeit.

Die Arbeitgeber unterbreiteten kein Angebot, kündigten jedoch an, im nächsten Verhandlungsdurchgang Gegenvorschläge einzubringen. Ver.di kritisierte diese Verzögerung als vertane Chance, dringende Probleme anzugehen. Die Gewerkschaft fordert zudem acht bezahlte Freistellungstage für gewerkschaftliche Aktivitäten und die Ausweitung des Tarifvertrags auf kurzfristig Beschäftigte und Minijobber. Da noch keine neuen Gesprächstermine feststehen, will Ver.di die Beschäftigten über mögliche nächste Schritte informieren. Sollten die Verhandlungen weiter stocken, bleibt Arbeitskampf eine Option.

Der Konflikt hängt nun davon ab, ob die Arbeitgeber in künftigen Gesprächen auf die Forderungen der Gewerkschaft eingehen werden. Die Beschäftigten verlangen umgehend Entlastung von der hohen Arbeitsbelastung und bessere Bezahlung. Ver.dis weiteres Vorgehen wird von der Reaktion der Arbeitgeberseite in den kommenden Wochen abhängen.