Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Arbeitsplätze bis 2025 bedroht

Swantje Weinhage
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Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer belebten Stadtlandschaft mit einer Fabrik, einer Brücke, Gebäuden, Schornsteinen und Menschen auf einem Blatt Papier.Swantje Weinhage

Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Arbeitsplätze bis 2025 bedroht

Verallia kündigt Schließung des Glaswerks in Essen bis Ende 2025 an

Der Glashersteller Verallia will sein Werk in Essen bis Ende 2025 schließen. Von der Entscheidung sind rund 310 Arbeitsplätze betroffen – ein Schritt, der bei lokalen Verantwortungsträgern auf scharfe Kritik stößt. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Ankündigung als "herben Rückschlag für die Wirtschaft und den Industriestandort Essen".

Die Schließungspläne wurden in den vergangenen Wochen bekannt gegeben und bestätigen damit Befürchtungen um die Zukunft des Standorts. Während die genaue Zahl der indirekt gefährdeten Arbeitsplätze – etwa in Zulieferketten oder Dienstleistungen – noch unklar ist, steht fest, dass 300 bis 310 direkte Stellen wegfallen werden.

Die Stadt Essen hat bereits reagiert und kündigte eine enge Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung von Verallia sowie dem Betriebsrat an. Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Mitarbeiter werden derzeit erarbeitet. Auch die Wirtschaftsförderung Essen (EWG) wird sich an den Bemühungen beteiligen, neue Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände zu finden und den Beschäftigten bei der beruflichen Neuorientierung zu helfen.

Kufen betonte, dass die Werksschließung die industrielle Basis Essens schwächen werde. Er versprach, sich für Lösungen einzusetzen, die die wirtschaftlichen Folgen für die Belegschaft und die gesamte Region begrenzen.

Mit der Stilllegung verliert Essen einen langjährigen Arbeitgeber in seiner Industriegeschichte. Nun liegt der Fokus der Stadt und der EWG darauf, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und das Gelände neu zu nutzen. Die nächsten Schritte hängen von den Verhandlungen zwischen Unternehmen, Gewerkschaften und lokalen Behörden ab.

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