29 January 2026, 17:08

Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – mit klarem Fokus auf Gleichstellung und Integration

Ein Mann in einem blauen Blazer, weißem Hemd und blauer Krawatte spricht in ein Mikrofon vor einem blauen Hintergrund, mit Text unten, der ihn als Premierminister des Vereinigten Königreichs ausweist.

Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – mit klarem Fokus auf Gleichstellung und Integration

Verena Schäffer ist als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen vereidigt worden. Die 39-jährige Politikerin der Grünen übernahm das Amt in Düsseldorf, nachdem ihre Vorgängerin Josefine Paul wegen interner Kommunikationspannen im Ministerium zurückgetreten war. Schäffers Ernennung krönt eine lange Karriere in der Landespolitik, in der sie sich besonders für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie für Frauenrechte einsetzte.

Ihr politischer Werdegang begann früh: Mit 18 trat sie den Grünen bei, und bereits mit 19 wurde sie Vorstandsmitglied der Grünen Jugend in Nordrhein-Westfalen. 2009 zog sie in den Stadtrat von Witten ein, wo sie bis 2014 tätig war.

2010 wurde sie mit nur 24 Jahren jüngste Abgeordnete im Landtag und vertrat dort den Wahlkreis Ennepe-Ruhr-Kreis II. Nach ihren Wiederwahlen 2012, 2017 und 2022 übernahm sie Führungsaufgaben, darunter ab 2020 den Vorsitz der Grünen-Fraktion. In dieser Zeit setzte sie sich vor allem für innere Sicherheit und Strategien gegen Rechtsextremismus ein.

Neben ihrer politischen Arbeit trieb Schäffer praktische Reformen voran, etwa die Einrichtung eines "Kinderzimmers" im Landtag. Als Mutter zweier Kinder betonte sie stets die Notwendigkeit, Familienleben und politische Karriere in Einklang zu bringen. Bei der Vereidigungszeremonie lobte die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur ihre Erfahrung, Führungsstärke und ihr ausgeprägtes moralisches Kompass.

Schäffer steht nun an der Spitze eines Ministeriums, das in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland zentrale soziale Fragen verantwortet. Ihr Engagement gegen Diskriminierung und Extremismus sowie ihre Schwerpunkte in der Familienpolitik werden ihre Amtsführung prägen. Die Amtsübergabe erfolgt nach dem Rücktritt von Josefine Paul – Schäffer muss sich nun den anhaltenden Herausforderungen in den Bereichen Integration und Jugendhilfe stellen.