Vier Energie-Riesen gründen Wasserstoff-Start-up hydrogenXpertise in Duisburg
Ehrentraud ZirmeVier Energie-Riesen gründen Wasserstoff-Start-up hydrogenXpertise in Duisburg
Vier große Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um ein neues Unternehmen mit Fokus auf Wasserstofflösungen zu gründen. Die Duisburger Hafen AG, die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), RheinEnergie und Westenergie haben in Duisburg die hydrogenXpertise GmbH ins Leben gerufen. Das Joint Venture zielt darauf ab, die industrielle Dekarbonisierung durch gebündeltes Know-how im Bereich Wasserstofftechnologie voranzutreiben.
Das neue Unternehmen befindet sich zu gleichen Teilen im Besitz seiner vier Gründungspartner. Sein vorrangiges Ziel besteht darin, das Potenzial von Wasserstoff zu erschließen und kleinen sowie mittelständischen Unternehmen bei der Reduzierung ihrer CO₂-Emissionen zu helfen. Statt auf Großprojekte zu setzen, wird das Unternehmen zunächst ein flexibles Portfolio entwickeln, das sich an der Marktnachfrage und den Bedürfnissen der Kunden orientiert.
Als Geschäftsführer werden Moritz Voormann (Westenergie) und Ulrich Daamen (DVV) fungieren. Olaf Mack (RheinEnergie) und Alexander Garbar (Duisburger Hafen AG) wurden zu ihren Stellvertretern bestellt. Zu den ersten Dienstleistungen des Unternehmens zählen die Verwaltung von Fördermitteln sowie eine leicht zugängliche Beratung für Unternehmen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beratung, der Konzeptentwicklung und der Erschließung neuer Geschäftsmodelle – sowohl für die Mutterkonzerne als auch für regionale Mittelständler. Die Duisburger Hafen AG bringt dabei umfangreiche Erfahrungen ein, da sie bereits an mehreren Wasserstoffinitiativen beteiligt war, darunter die jüngste Inbetriebnahme wasserstoffbetriebener Blockheizkraftwerke von Rolls-Royce.
Die hydrogenXpertise GmbH wird das bestehende Wissen nutzen, um die Dekarbonisierungsbemühungen voranzutreiben. Der frühe Fokus auf Beratung und Fördermittelmanagement unterstreicht das Engagement für praxisnahe und skalierbare Lösungen. Diese Zusammenarbeit markiert einen wichtigen Schritt zur Ausweitung von Wasserstoffanwendungen in der Region.






