23 March 2026, 16:17

Viersener Schule und Verein stärken Holocaust-Gedenken durch verlängerte Partnerschaft

Steinbau mit Fenster und einer Holocaust-Gedenktafel mit Inschrift.

Viersener Schule und Verein stärken Holocaust-Gedenken durch verlängerte Partnerschaft

Der Verein zur Förderung der Erinnerungskultur (1933–1945) in Viersen hat seine Partnerschaft mit der Anne-Frank-Gesamtschule für weitere drei Jahre verlängert. Die Zusammenarbeit setzt die Bemühungen fort, Schülerinnen und Schüler über die lokale Geschichte und die Erinnerung an den Holocaust aufzuklären. Zu den jüngsten Aktivitäten zählen die Verlegung neuer Stolpersteine sowie schulische Forschungsprojekte.

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Erst kürzlich wurden die letzten Stolpersteine in Dülken gesetzt; die nächsten sind für 2027 in der Viersener Innenstadt geplant. Die kleinen Gedenktafeln erinnern an Opfer der NS-Verfolgung und sind in Gehwege der Region eingebettet.

Schulleiterin Ilka Werner hat das Kollegium aufgefordert, sich an der Initiative "Reinigung der Stolpersteine" zu beteiligen – insbesondere vor dem 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht. Die Schule sieht darin eine Möglichkeit, den Respekt vor dem historischen Gedenken zu wahren.

Lehrerin Corinne Flasshoff wird eine Projektgruppe im Kreisarchiv leiten und Schülerinnen und Schüler in wissenschaftlichen Recherchemethoden anleiten. Gleichzeitig kündigte Julietta Breuer, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, an, mit einer Klasse das Holocaust-Mahnmal an der Städtischen Realschule bei der St.-Joseph-Kirche erneut zu besuchen. Der Besuch soll das Verständnis der Jugendlichen für die lokale Holocaust-Geschichte vertiefen.

Die verlängerte Partnerschaft sichert die weitere Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule. Geplante Projekte umfassen Archivrecherchen, Gedenkstättenbesuche und die Pflege der Stolpersteine. Diese Initiativen halten die Holocaust-Bildung in der Gemeinschaft auch in den kommenden Jahren lebendig.

Quelle