11 May 2026, 00:24

Warum das Julio-Iglesias-Museum in Ojén nie Realität wurde

Verlassenes Gebäude mit Graffiti an den Wänden und Fenstern, einem Holzfußboden, einer Treppe und verstreuten Gegenständen, vor einem Hintergrund aus Bäumen und einem fernen Haus.

Warum das Julio-Iglesias-Museum in Ojén nie Realität wurde

Pläne für ein Julio-Iglesias-Museum in Ojén liegen seit Jahren auf Eis

Die Idee, dem spanischen Sänger Julio Iglesias in seinem Wohnort Ojén ein Museum zu widmen, kommt nicht voran. Der Künstler, der in der andalusischen Gemeinde ein Haus besitzt, war einst eine vertraute Erscheinung bei örtlichen Veranstaltungen. Doch aktuelle Vorhaben, sein künstlerisches Wirken zu ehren, sind gescheitert.

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Erstmals aufgebracht wurde der Vorschlag für ein Julio-Iglesias-Museum unter einer früheren Kommunalverwaltung. Damals waren Räumlichkeiten des Rathauses nahe dem Hauptplatz für das Projekt vorgesehen – doch sie stehen bis heute leer. 2020 lehnte der Sänger das Museumskonzept schließlich endgültig ab.

Schon 2017 hatten lokale Politiker zudem angeregt, Iglesias zum Hijo Adoptivo – zum „adoptierten Sohn“ der Gemeinde – zu ernennen. Auch diese Ehre schlug er aus. Der heutige Bürgermeister, Juan Merino, bestätigte, dass seit dem Scheitern der ersten Gespräche keine weiteren Verhandlungen stattgefunden haben.

Trotz der ausbleibenden Fortschritte bleibt Iglesias in Ojén eine präsente Erinnerung. Besonders sein Auftritt als pregonero – als Festansager – bei der San-Dionisio-Messe 2002 hat sich ins Gedächtnis eingebrannt. Viele Einwohner erinnern sich noch heute gerne an seine öffentlichen Auftritte, während offizielle Pläne, sein Vermächtnis zu würdigen, weiter auf der Strecke bleiben.

Der Gemeinderat hat keine Anstalten gemacht, das Museumsprojekt wiederzubeleben. Die ungenutzten Kulturgebäude am Platz zeugen still von der gescheiterten Initiative. Vorerst lebt Julio Iglesias’ Verbindung zu Ojén nur in den Erinnerungen jener weiter, die ihn bei lokalen Festen erlebt haben.

Quelle