Wie ein Projekt 40 Prozent der Grundschulkinder zu besseren Schwimmern macht
Ladislaus DowergWie ein Projekt 40 Prozent der Grundschulkinder zu besseren Schwimmern macht
Ein stadtweites Projekt hilft mehr Kindern, Schwimmen zu lernen
Seit März 2023 unterstützt die Initiative "Schwimmhilfe im Grundschul-Schwimmunterricht" 25 lokale Schulen. Neue Daten zeigen nun, wie sehr das Projekt die Schwimmfähigkeiten und das Selbstvertrauen der Kinder im Wasser stärkt.
Im Rahmen des Projekts werden 18 qualifizierte Schwimmhelferinnen und Schwimmhelfer an Grundschulen eingesetzt. Durch die zusätzliche Betreuung haben sich die Fortschritte der Kinder deutlich verbessert: Rund 40 Prozent der Viertklässler besitzen mittlerweile das Seepferdchen-Abzeichen für Anfänger, während 34,5 Prozent mindestens die Bronze-Stufe erreicht haben – ein Maßstab für sicheres Schwimmen.
Ohne solche Initiativen würde die Schwimmfähigkeit der Kinder laut Schulen weiter zurückgehen. An zwei Standorten mussten Schwimmkurse sogar komplett abgesagt werden, weil Fachpersonal fehlte. Die Unterschiede sind eklatant: An Schulen mit über 35 Minuten Wasserzeit pro Einheit können 13,99 Prozent der Kinder nicht schwimmen. Wo die Unterrichtszeit kürzer ist, steigt dieser Anteil auf 21,05 Prozent. Stadträtin Christiane Schüssler berichtete kürzlich von einem Besuch an der Heyden-Grundschule, wo sich das Lehrpersonal bei dem Projekt für die Unterstützung bei der Vergabe der Seepferdchen-Abzeichen bedankte. Dennoch bleiben Herausforderungen: 17,94 Prozent der Viertklässler können noch immer nicht schwimmen – ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
Die Daten belegen, dass zusätzliche Unterstützung im Schwimmunterricht messbar wirkt. Schulen mit längerer Wasserzeit und geschulten Helfern verzeichnen bessere Ergebnisse. Angesichts des Erfolgs gibt es nun Forderungen nach einer dauerhaften Finanzierung, um allen Kindern grundlegende Fähigkeiten für die Sicherheit im Wasser zu vermitteln.