Wiesbadens Karnevalswagen heißt jetzt "Gans am End" – nach Streit mit Mainz
Ehrentraud ZirmeWiesbadens Karnevalswagen heißt jetzt "Gans am End" – nach Streit mit Mainz
Wiesbadens berühmter Karnevalsumzugswagen erhält nach Rechtsstreit mit Mainz neuen Namen
Nach einer juristischen Auseinandersetzung mit Mainz wurde der bekannte Schlusswagen des Wiesbadener Karnevalsumzugs umbenannt. Die jahrzehntelange Tradition, einen ähnlichen Namen wie das markenrechtlich geschützte Mainzer "Zugente" zu verwenden, führte zu einer Beschwerde. Die Veranstalter entschieden sich nun für einen neuen Titel, um weitere Konflikte zu vermeiden.
Rund 20 Jahre lang endete der Wiesbadener Fastnachtsumzug mit einem Wagen namens "Zugen(d)te" – eine Anlehnung an das Mainzer "Zugente", das als markenrechtlich geschütztes Symbol den Abschluss des Rosenmontagszugs markiert. Hannsgeorg Schönig, Präsident des Mainzer Karnevalsvereins, hatte wegen der Ähnlichkeit der Bezeichnungen Beschwerde eingelegt.
Der Wagen selbst, der eine Tierfigur zeigt, stellt jedoch keine Ente, sondern eine Gans dar. Dieser Umstand gab den Ausschlag für die Umbenennung in "Gans am End" – eine Wortschöpfung, die sich an "Goose at the End" (deutsch: "Gans am Ende") anlehnt. Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter der Wagenbauer-Firma Dacho, bestätigte, dass die alte Beschriftung entfernt werde.
Die Änderung tritt sofort in Kraft und sorgt dafür, dass der Umzug ohne rechtliche Probleme stattfinden kann. Trotz des Streits bleibt die Gänsefigur ein zentraler Bestandteil der Tradition – nur unter neuem Namen.
Ab dem 15. Februar 2026 wird der Wagen den Umzug als "Gans am End" beschließen. Die Wiesbadener Veranstalter umgingen so einen kostspieligen Rechtsstreit durch die Namensänderung. Die Gans, die seit zwei Jahrzehnten ein vertrautes Symbol ist, bleibt als Abschluss des Zuges erhalten.






