13 March 2026, 02:19

Willich gedenkt der Novemberpogrome mit bewegender Zeremonie und klarem Appell

Zwei Kränze mit Bändern hängen an der Seite eines Gebäudes, dahinter eine Gedenktafel für Holocaust-Opfer.

Willich gedenkt der Novemberpogrome mit bewegender Zeremonie und klarem Appell

Willich gedenkt der Novemberpogrome mit feierlicher Zeremonie am 9. November

Mit einer würdevollen Gedenkveranstaltung erinnerte Willich an den Jahrestag der Novemberpogrome von 1938. Erster Bürgermeister Guido Görtz führte durch die Feierlichkeiten und rief zu einem entschlossenen Vorgehen gegen Antisemitismus, Hass und Geschichtsrevisionismus auf. Die Versammlung ehrte die Opfer und betonte zugleich die Notwendigkeit anhaltender Wachsamkeit.

Die Gedenkfeier begann mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal der Stadt. Schülerinnen und Schüler der Willicher Robert-Schuman-Europaschule verlasen anschließend die Namen derer, die während der Gewaltnacht 1938 ihr Leben verloren. Musikalische Darbietungen begleiteten die Lesungen und verleihen der Veranstaltung eine nachdenkliche Atmosphäre.

Redner wie Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid reflektierten in ihren Beiträgen über die Bedeutung des Erinnerns. Görtz dankte später allen Beteiligten für ihr Engagement und unterstrich, wie wichtig es sei, die Erinnerung wachzuhalten und Werte wie Toleranz, Menschlichkeit und Demokratie zu verteidigen.

Bei den Novemberpogromen vom 9. auf den 10. November 1938 wurden rund 1.400 Synagogen und jüdische Gebetshäuser in ganz Deutschland zerstört oder schwer beschädigt. Die Teilnehmer der Willicher Gedenkfeier richteten ihren Blick dabei nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Verantwortung der heutigen Generation.

Die Veranstaltung endete mit einem erneuerten Bekenntnis zum Kampf gegen Vorurteile und Intoleranz. Görtz' Worte sowie die Beiträge der Schüler und Redner machten deutlich, wie dringend es ist, Hass in all seinen Formen entgegenzutreten. Die Feier war zugleich eine Hommage an die Opfer und ein Appell, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen.

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