Wupperverband setzt auf digitale Lösungen und Großprojekte für besseres Wassermanagement
Eva-Maria TrübWupperverband setzt auf digitale Lösungen und Großprojekte für besseres Wassermanagement
Der Wupperverband hat bedeutende Schritte unternommen, um seine Arbeitsabläufe zu modernisieren und das Wassermanagement im gesamten Wupper-Einzugsgebiet zu stärken. Die 1930 gegründete Organisation ist heute für alle Bereiche zuständig – von der Hochwasservorhersage bis zur Abwasserbehandlung. Zu den jüngsten Aufwertungen zählen neue digitale Werkzeuge, ein ausgebautes Überwachungsnetz sowie Pläne für zwei Großprojekte bis 2032.
Allein 2025 bewältigte der Verband Dürreperioden, sanierte wichtige Flüsse und verhinderte Umweltschäden bei Niedrigwasser. Diese Maßnahmen gehen einher mit der Umstellung auf SAP S/4HANA und andere digitale Systeme, die die Effizienz für die Zukunft steigern sollen.
Zu Beginn des Jahres 2025 erweiterte der Wupperverband seine Hochwasserüberwachung. 21 neue Sensoren und ein Pegelmessgerät in Leichlingen brachten die Gesamtzahl auf 60 Pegel und fast 100 Sensoren. Diese speisen Echtzeitdaten in das Bergische Hochwasserberichts-System 4.0 ein, das mithilfe von KI lokale Überflutungsrisiken vorhersagt.
Im selben Jahr verbesserten Renaturierungsarbeiten an Wipper und Murbach die Fischwanderwege und stärkten gleichzeitig den Hochwasserschutz. Als im Frühjahr eine Dürre einsetzte, bewahrte der Verband 9,2 Millionen Kubikmeter Wasser. Zudem verhinderte er Sauerstoffmangel und Fischsterben in den Talsperren Wupper und Bever, indem er die Niedrigwasserstände gezielt steuerte. Auf digitaler Ebene führte die Organisation SAP S/4HANA und weitere Systeme ein, um die Prozesse zu optimieren. Der Haushalt 2026 sieht leichte Anpassungen der Beitragssätze für Abwasserbehandlung und Gewässerunterhaltung vor.
Für die Zukunft laufen zwei große Vorhaben: Eine neue Klärschlammverbrennungsanlage in Wuppertal-Buchenhofen – ein Gemeinschaftsprojekt mit neun weiteren öffentlichen Partnern aus Nordrhein-Westfalen – soll bis Ende 2028 in Betrieb gehen. Parallel dazu ist eine Abwasserbehandlungsanlage in Leverkusen für 2032 geplant.
Mit den jüngsten Modernisierungen und Infrastrukturprojekten sichert der Wupperverband die langfristige Bewirtschaftung der Wasserressourcen in der Region. Durch erweiterte Überwachung, digitale Tools und zwei neue Anlagen im Bau rüstet sich die Organisation für künftige Herausforderungen. Der Haushalt 2026 und die laufenden Renaturierungsmaßnahmen unterstreichen zudem ihre zentrale Rolle beim Schutz der heimischen Gewässer.