06 March 2026, 20:18

Zoll findet verbotenes Wärmebildzielgerät in rumänischem Transporter auf der A44

Ein Schwarz-Weiß-Cartoon von Männern in einem Feld, einige halten Gewehre und andere liegen am Boden, mit dem Text "Dunkle Artillerie oder Wie man die Kontrabandware nutzt" oben und unten.

Zoll findet verbotenes Wärmebildzielgerät in rumänischem Transporter auf der A44

Zwei Männer stehen unter strafrechtlicher Untersuchung, nachdem Zollbeamte bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A44 ein verbotenes Wärmebildzielgerät für Gewehre entdeckt hatten. Das Gerät, das nach deutschem Recht als Waffe eingestuft wird, befand sich in einem in Rumänien zugelassenen Transporter, der vom Vereinigten Königreich nach Rumänien unterwegs war.

Der Vorfall ereignete sich, als Beamte in der Nähe von Arnsberg einen 45-jährigen Fahrer und seinen Beifahrer anhielten. Im Inneren des Fahrzeugs stießen sie auf ein Paket mit dem Wärmebildzielgerät, das über eine integrierte Montageschiene verfügte – und sich damit für die Befestigung an einer Schusswaffe eignete. Dies verstieß gegen das deutsche Waffengesetz (WaffG), woraufhin das Gerät sofort beschlagnahmt wurde.

Der Fahrer gab an, für eine rumänische Transportfirma zu arbeiten und verschiedene Pakete sowie einen gebrauchten BMW X6 auf einem Anhänger zu liefern. Allerdings konnte er weder die erforderlichen Zollerklärungen noch Einfuhrundokumente vorlegen. Der Wagen, dessen Zollwert auf 4.000 Euro geschätzt wurde, wies zudem einen defekten Turbolader auf.

Nach dem Fund mussten die Männer ausstehende Einfuhrabgaben in Höhe von etwa 3.250 Euro sowie eine gerichtlich angeordnete Sicherheitsleistung von 4.000 Euro begleichen, bevor sie ihre Reise fortsetzen durften. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat den Zollbehörden inzwischen weitere Ermittlungen zu möglichen Steuerhinterziehungen und Verstößen gegen das Waffengesetz übertragen.

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Laut Zolldaten aus den Jahren 2024–2025 nimmt die Zahl nicht deklarierter Waffentransporte durch Privatpersonen in Deutschland zu. Über 1.200 Fälle wurden registriert, davon etwa 850 an den östlichen Grenzübergängen wie Frankfurt (Oder) und Görlitz.

Den beiden Männern drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Waffenvergehen. Die Behörden haben die Kontrollen entlang wichtiger Transitrouten verschärft, nachdem es zu einer Häufung ähnlicher Vorfälle gekommen war. Das beschlagnahmte Zielgerät bleibt vorerst sichergestellt, während die Ermittlungen andauern.

Quelle