Apotheker bricht nach Pannen und Namensverwechslung mit Kalenderverlag
Swantje WeinhageApotheker bricht nach Pannen und Namensverwechslung mit Kalenderverlag
Heiko Meyer, Inhaber der Ruhrland-Apotheke in Bochum, hat die Zusammenarbeit mit einem langjährigen Kalenderverlag abgebrochen – nach einer Reihe von Pannen und dem, was er als "unprofessionelles Verhalten" bezeichnet. Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war eine Bestätigung für Kalender, die er nie bestellt hatte. Meyer, der seit Jahren Kunde war, will nun keine weiteren Aufträge mehr bei dem Unternehmen platzieren.
Die Probleme begannen, als Meyer eine E-Mail mit der Bestätigung einer Bestellung erhielt, die er nie aufgegeben hatte. Noch ärgerlicher: Der Verlag hatte ihn darin als "Herrn Prüssmann" angesprochen – einen Namen, den er nicht kennt. Als er das Problem ansprach, entschuldigte sich das Unternehmen zwar für die Verwechslung, blieb in späterer Korrespondenz aber bei seiner Version der Ereignisse.
Meyer fragt sich, wie der Verlag den Fall gelöst hätte, wenn er per E-Mail nicht erreichbar gewesen wäre. Er bezeichnet das Vorgehen als "rechtlich fragwürdig" und "alles andere als professionell". Trotz jahrelanger reibungsloser Zusammenarbeit hat dieser Vorfall ihn dazu gebracht, die Geschäftsbeziehung zu beenden.
Der Streit eskaliert zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Wandkalendern ohnehin nachlässt. Meyer hat zwar noch genug Lagerbestände für das nächste Jahr, hat aber keine Bestellungen für 2027 aufgegeben. Zwar zeigen die allgemeinen Einzelhandelstrends in Deutschland leichte Rückgänge – bedingt durch wirtschaftliche Stagnation, hohe Energiepreise und Inflation –, doch Meyers Entscheidung ist weniger eine Frage der Marktlage als vielmehr Ausdruck seiner Verärgerung.
Seine Apotheke wird den Verlag künftig nicht mehr mit Kalenderbestellungen beauftragen. Der Namensfehler und die ungeklärten Fragen zu den internen Abläufen des Unternehmens haben eine langjährige Geschäftspartnerschaft beendet. Aktuell plant Meyer zwar keinen Wechsel des Lieferanten, bleibt bei künftigen Einkäufen aber vorsichtig.






