Bergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus – ein starkes Zeichen für Vielfalt
Swantje WeinhageBergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus – ein starkes Zeichen für Vielfalt
Vor dem Rathaus von Bergisch Gladbach weht nun eine neue Flagge – ein deutliches Zeichen gegen Rassismus. Die Initiative geht auf einen kürzlich gegründeten Verein zurück, der sich für Demokratie und Vielfalt in der Stadt einsetzt. Der Schritt folgt den Enthüllungen über das rechtsextreme "Potsdamer Treffen" zu Beginn dieses Jahres.
Der Verein für Demokratie und Vielfalt Bergisch Gladbach wurde im Mai 2024 gegründet. Seine Entstehung war eine direkte Reaktion auf die Berichte von Correctiv über die umstrittene "Potsdamer Konferenz", bei der rechtsextreme Netzwerke offenlegt wurden. Schnell machte sich die Gruppe an die Arbeit, um ein sichtbares Symbol des Widerstands zu schaffen.
Die Flagge, entworfen von der Bergisch Gladbacherin Julia Bannenberg, trägt die klare Botschaft: "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus!" Sie wurde bei einer offiziellen Übergabezeremonie an die Stadt präsentiert, an der die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Brigitta Opiela, Anna Maria Scheerer und Josef Willnecker teilnahmen. Die erste Flagge hängt nun gut sichtbar am Rathaus.
Bürgerinnen und Bürger können die Kampagne unterstützen, indem sie über den Verein eigene Flaggen bestellen. Im Gegenzug wird um eine Spende gebeten. Der Verein hat zudem weitere Kundgebungen und öffentliche Veranstaltungen organisiert, die sich für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.
Stellvertretende Bürgermeisterin Opiela bezeichnete den Kampf gegen Rassismus als eine lebenslange Aufgabe für jeden Einzelnen. Sie betonte, dass die Flagge für ein dauerhaftes Engagement stehe und keine einmalige Geste sei.
Die Flaggeninitiative ist eine von mehreren lokalen Maßnahmen, um Rassismus entgegenzutreten und demokratische Werte zu stärken. Während Bergisch Gladbach damit öffentlich Position bezieht, bleibt unklar, wie viele weitere Städte in Nordrhein-Westfalen ähnliche Projekte gestartet haben. Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins gibt es unter www.gl-devi.de.






