04 April 2026, 22:18

Bundeswehr startet radikale Reform: Neue Grundausbildung und 460.000 Soldaten bis 2035

Ein Buch mit farbenfrohen deutschen Armee-Militäruniformen mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen.

Bundeswehr startet radikale Reform: Neue Grundausbildung und 460.000 Soldaten bis 2035

Bundeswehr reformiert: Neue Grundausbildung und massive Truppenerweiterung bis 2035

Die deutsche Armee durchläuft tiefgreifende Veränderungen, um ihre Personalstärke zu erhöhen und die Ausbildung zu modernisieren. Seit Mitte 2025 läuft ein neues Grundausbildungsprogramm, während die Pläne zur Aufstockung der Bundeswehr auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten sowie 200.000 Reservistinnen und Reservisten bis 2035 nun konkret umgesetzt werden. Fast 200 Rekruten testen das überarbeitete System bereits in der Lützow-Kaserne in Münster.

Am 1. Juli 2025 führte die Bundeswehr ihr neues, sechsmonatiges Grundausbildungsprogramm ein. Anders als bisher absolvieren die Rekruten ihre Ausbildung nun an mehreren Standorten in Deutschland – ohne Wechsel zwischen Kasernen. Jede Soldatin und jeder Soldat durchläuft zunächst eine einheitliche Grundlagenausbildung, bevor die Spezialisierung beginnt. Dies soll eine gleichbleibende Einsatzbereitschaft gewährleisten.

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Am 10. November 2025 besuchte Verteidigungsminister Boris Pistorius die Lützow-Kaserne in Münster, um sich mit den Truppen auszutauschen. Er sprach mit Angehörigen des Heimatschutzregiments sowie mit Rekruten, die die neue Ausbildung durchlaufen. Gleichzeitig beriet der Verteidigungsausschuss des Bundestags an diesem Tag über das Modell einer allgemeinen Wehrpflicht – Pistorius nahm nicht teil, da er sich noch in Münster aufhielt.

Zu den Reformen gehört auch ein Digitalisierungsschub: Ab 2026 erhalten alle 18-Jährigen einen Online-Fragebogen, um ihr Interesse am Militärdienst zu ermitteln. Thomas Röwekamp, der verteidigungspolitische Sprecher der CDU und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, setzt sich seit Langem für eine flächendeckende Erfassung ein. Rund 200 Freiwillige in der Lützow-Kaserne sind derzeit die Ersten, die die überarbeitete Ausbildung durchlaufen – sie ersetzt das bisherige dezentrale System.

Ziel der Bundeswehr-Reformen ist eine größere, homogen ausgebildete Truppe. Bis 2035 soll das Militär über 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten verfügen und die Reserve auf 200.000 verdoppeln. Das neue System verzichtet auf Standortwechsel während der Grundausbildung und garantiert, dass alle Rekruten innerhalb von sechs Monaten das gleiche Ausbildungsniveau erreichen.

Quelle