04 April 2026, 22:18

Deutschlands Batterieproduktion: Stärken in Automatisierung, aber noch Luft nach oben

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland."

Deutschlands Batterieproduktion: Stärken in Automatisierung, aber noch Luft nach oben

Neue Studie zeigt Stärken und Herausforderungen Deutschlands in der Batterieproduktion auf

Forschende der RWTH Aachen und von PEM Motion haben das Potenzial des Sektors analysiert – mit Fokus auf Automatisierung, Präzisionstechnik und nachhaltige Prozesse. Die Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Erklärung zur Kreislaufwirtschaft ein, die Regionalvertreter Ende 2025 veröffentlichen werden.

Der unter dem Titel "Potenziale und Akteure im Maschinenbau für die Batterieproduktion in Deutschland" veröffentlichte Bericht benennt Schlüsselfelder, in denen deutsche Unternehmen führend sind. Firmen wie Dürr und GROB bauen bereits komplette Produktionslinien auf und erproben fortschrittliche Verfahren wie die Trockenbeschichtung von Elektroden. Dennoch hinkt die europäische Zellfertigung den chinesischen Gigafabriken hinterher: Höhere Ausschussquoten und Kosten treiben die Systempreise in die Höhe.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zwei zentrale Strategien für Europas Zukunft werden vorgeschlagen: Entweder der Aufbau gemeinsamer Plattformen und Wertschöpfungsketten oder die Spezialisierung auf Nischenmärkte. Die Studie plädiert zudem für eine engere technologische Zusammenarbeit und Industrialisierung, um die globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zu den herausragenden Akteuren zählt die Sonnen GmbH mit intelligenten Batteriespeichern, während das Battery Labfactory Braunschweig (BLB) der TU Braunschweig nachhaltige Produktionsverfahren erforscht. Weitere wichtige Player sind Varta Storage GmbH (Speicherlösungen), Alpha ESS (Energiesysteme), SGL Carbon (Anodenmaterialien) und Entrix (Großserienoptimierung).

Die vollständige Studie steht als kostenloser PDF-Download zur Verfügung. Ihre Empfehlungen bilden die Grundlage für eine Erklärung der Ministerpräsidenten der Niederlande, Flanderns und Nordrhein-Westfalens, die am 14. November 2025 veröffentlicht wird.

Deutsche Technologieanbieter verfügen über klare Vorteile in Automatisierung, Digitalisierung und Präzisionstechnik für Batterien der nächsten Generation. Die Studienerkenntnisse sollen Politik und Industrie zu mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit führen. Die Regionalvertreter nutzen die Ergebnisse, um eine stärker kreislauforientierte und kooperative Batterieproduktion voranzutreiben.

Quelle