DHL mit gemischten Quartalszahlen: Paketboom in Deutschland trotz sinkendem Umsatz
Ehrentraud ZirmeHöhere Porto-Gebühren lassen die Kassen bei der Post klingeln - DHL mit gemischten Quartalszahlen: Paketboom in Deutschland trotz sinkendem Umsatz
DHL hat für das dritte Quartal des Jahres gemischte Finanzzahlen vorgelegt. Während der weltweite Umsatz um 3,8 % sank, verzeichnete das Unternehmen ein kräftiges Wachstum im deutschen Paketgeschäft. Der operative Gewinn stieg ebenfalls – trotz Stellenabbau und einem Rückgang der Gesamteinnahmen.
Der Gesamtumsatz des Konzerns ging auf 16,3 Milliarden Euro zurück, ein Minus von 3,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn (EBIT) kletterte jedoch um 7,6 % auf rund 1,5 Milliarden Euro.
Besonders stark entwickelte sich die Sparte Post & Paket Deutschland. Hier stieg der Umsatz um 4,7 % auf etwa 4,2 Milliarden Euro, während der operative Gewinn um über 25 % auf 218 Millionen Euro zulegte. Auch die Paketzustellungen in Deutschland nahmen im Quartal um 6 % zu.
Weltweit beschäftigt DHL derzeit rund 534.000 Mitarbeiter, davon 151.000 in der deutschen Post- und Paketsparte. Dennoch hat das Unternehmen seit Jahresbeginn in Deutschland etwa 8.000 Stellen abgebaut.
Die Briefporti in Deutschland bleiben nach der jüngsten Erhöhung bis Ende 2026 stabil. Der Versand eines Standardbriefs kostet nun 95 Cent – zehn Cent mehr als im Vorjahr. Trotz der Preisanpassung rechnet DHL mit einem deutlichen Rückgang der Briefvolumina, da sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor die Digitalisierung voranschreitet.
Die aktuellen Zahlen zeigen ein Unternehmen im Wandel: Während Paketzustellungen und Gewinne in Deutschland steigen, sinkt der Gesamtumsatz. DHL passt seine Belegschaft an und stellt sich auf eine Zukunft mit weniger klassischen Briefsendungen ein.






