07 April 2026, 20:31

Diakonie Mönchengladbach kämpft um Finanzierung lebenswichtiger Suchthilfe

Balkendiagramm, das die Rückfallraten von Drogensucht mit anderen chronischen Krankheiten vergleicht und prozentuale Diagnosezahlen in farbcodierten Schweregraden anzeigt.

Diakonie Mönchengladbach kämpft um Finanzierung lebenswichtiger Suchthilfe

Suchthilfe in Deutschland steht unter wachsendem Druck – drei Viertel der öffentlich finanzierten Beratungsstellen kämpfen 2024 mit der Kostendeckung. In Mönchengladbach leistet der Diakonieverband seit fast 50 Jahren unverzichtbare Unterstützung und hilft jährlich Hunderten Menschen, Abhängigkeiten von Alkohol, Medikamenten und digitalen Medien zu überwinden.

Der Diakonieverband Mönchengladbach bietet seit 1975 Suchtberatung an. In seinen Räumlichkeiten in der Mittelstraße 12 in Rheydt unterstützt das Team Betroffene dabei, Suchtverhalten zu erkennen und Wege aus der Abhängigkeit zu finden. Allein 2024 wandten sich 918 Menschen an die Einrichtung.

Das Zentrum veranstaltet eine offene Informations- und Motivationsgruppe, die Betroffenen einen geschützten Rahmen bietet, um Erfahrungen auszutauschen und erste Schritte in Richtung Veränderung zu gehen. In den Beratungsgesprächen stehen die Einschätzung des Abhängigkeitsgrads und die Erarbeitung von Stabilisierungsstrategien im Mittelpunkt. Diese Angebote leisten zudem einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag: Sie beugen Krisen vor, verringern das Risiko von Folgeerkrankungen und begleiten langfristige Genesungsprozesse.

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Über die individuelle Hilfe hinaus wirkt die Arbeit präventiv in den Bereichen öffentliche Gesundheit, Kriminalitätsvermeidung und soziale Teilhabe. Angesichts der prekären Finanzlage fordert der Verband nun die Politik auf, dauerhafte und ausreichende Fördermittel bereitzustellen, um die Existenz dieser lebenswichtigen Angebote zu sichern.

Ohne stabile finanzielle Unterstützung drohen vielen Suchtberatungsstellen Schließungen oder Einschränkungen. Der Appell des Diakonieverbands unterstreicht, wie dringend es ist, den Zugang zu präventiven und rehabilitativen Programmen zu erhalten – zum Wohl der Betroffenen und der gesamten Gesellschaft.

Quelle