Erdbeersaison 2026 in NRW startet mit Rekordhoffnungen und Tradition
Eva-Maria TrübErdbeersaison 2026 in NRW startet mit Rekordhoffnungen und Tradition
Die Erdbeersaison 2026 in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat offiziell begonnen und markiert damit die erste Obsternte des Jahres. Lokale Landwirte versammelten sich zur Eröffnung, die auf dem 12 Hektar großen Hof der Familie Fruhen in Tönisvorst stattfand.
Die Familie Fruhen, wie viele andere in NRW, baut Erdbeeren im großen Stil an. Die Hälfte ihrer Ernte wird direkt an Kunden verkauft, darunter auch über den eigenen Hofladen. Ihr Betrieb steht für die starke Tradition familiengeführter Erdbeerfarmen in der Region – insgesamt gibt es 324 davon.
Im vergangenen Jahr produzierte NRW fast 31.000 Tonnen Erdbeeren, aufgeteilt in Freilandanbau (16.900 Tonnen) und geschützten Anbau unter Folientunneln (13.800 Tonnen). Durch den Einsatz von Folientunneln können Landwirte zwei bis vier Wochen früher mit der Ernte beginnen als bei herkömmlichem Freilandanbau. Diese Methode hat dazu beigetragen, die Erdbeersaison auf über sechs Monate zu verlängern.
An der Eröffnung nahmen lokale Politiker teil, darunter die Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Meral Thoms sowie Bürgermeister Kevin Schagen. Gemeinsam mit den Landwirten betonten sie die Bedeutung der Region für den deutschen Erdbeeranbau: NRW trägt mit 24 Prozent zur jährlichen Gesamtproduktion von 128.000 Tonnen bei.
Weltweit gibt es über 1.000 Erdbeersorten, allein in NRW werden 40 verschiedene Arten angebaut. Diese Vielfalt sichert sowohl den wirtschaftlichen Erfolg als auch die lokale Nachfrage nach frischem, saisonalem Obst.
Die verlängerte Anbausaison und moderne Techniken sorgen dafür, dass Erdbeeren für NRW weiterhin eine zentrale Kulturpflanze bleiben. Familienbetriebe wie der der Fruhens treiben die Produktion voran und beliefern Märkte sowie den Direktvertrieb. Der Beitrag der Region zur deutschen Erdbeerernte bleibt mit fast einem Viertel der Gesamtmenge von nationaler Bedeutung.






