Eurobahn stellt bis 2025 den vollen Fahrplan nach Personalmangel wieder her
Eva-Maria TrübEurobahn stellt bis 2025 den vollen Fahrplan nach Personalmangel wieder her
Eurobahn will Fahrplan bis Dezember 2025 vollständig wiederherstellen
Die Eurobahn, ein zentraler Regionalbahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen, plant bis Dezember 2025 die vollständige Wiederaufnahme ihres Fahrplans. Das Unternehmen hatte seit April 2024 aufgrund massiver Personalengpässe bis zu 40 Prozent der Verbindungen gestrichen. Gleichzeitig steht der Nahverkehrsverbund Westfalen-Lippe (NWL) unter Druck, bis 2028 einen neuen Investor für die Eurobahn zu finden – andernfalls drohen nach Auslaufen der aktuellen Verträge 2032 erhebliche Einschränkungen.
Der Personalmangel hatte die Eurobahn im vergangenen Jahr zu drastischen Kürzungen gezwungen. Im April 2024 verkehrten auf einigen Strecken nur noch stündlich Züge, andere Linien mussten mit bis zu 40 Prozent weniger Angeboten auskommen. Technischer Geschäftsführer Karsten Schulz bestätigte, dass die Reduzierungen notwendig gewesen seien, um die Zuverlässigkeit des Betriebs zu stabilisieren.
Durch gezielte Einstellungs- und Schulungsmaßnahmen konnte das Unternehmen seitdem Fortschritte erzielen. Die Ausfallquote liegt mittlerweile bei nur noch 4–5 Prozent der geplanten Zugkilometer – ein deutlicher Rückgang gegenüber den früheren Spitzenwerten. Wichtige Verbindungen wie die RE13, RE3, RB67 sowie die Strecken nach Osnabrück und Nienburg kehren schrittweise zum Normalbetrieb zurück.
Der NWL, der die Aufsicht über die Eurobahn innehat, muss bis zur Jahreswende 2027/2028 einen Käufer finden. Dem Verbund gehören Mobility Ruhr-Lippe, Mobility Münsterland, VVOWL, nph und ZWS an, die alle auf das Netz der Eurobahn angewiesen sind. Nils Werner, beim NWL zuständig für Markt und Kunden, betonte, dass ein zuverlässiger Betrieb entscheidend sei, um vor dem Stichtag 2032 Investoren zu gewinnen.
Mit der vollständigen Wiederherstellung des Fahrplans im Dezember 2025 endet für die Eurobahn eine monatelange Phase eingeschränkter Leistungen. Die Suche des NWL nach einem Investor läuft weiter – bis 2028 soll eine Lösung gefunden werden, um den Betrieb nahtlos fortzuführen. Ohne neuen finanziellen Rückhalt bleibt die Zukunft der Eurobahn-Strecken, die sich über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und die Niederlande erstrecken, nach 2032 jedoch ungewiss.






