Evonik-Aktie stürzt auf Rekordtief – Analysten zweifeln an der Wende
Swantje WeinhageEvonik-Aktie stürzt auf Rekordtief – Analysten zweifeln an der Wende
Evonik Industries gerät unter zunehmenden Druck, nachdem die Aktie des Konzerns auf ein Rekordtief von 13,55 Euro abstürzte. Der Chemiekonzern verzeichnet seit Jahresbeginn Verluste von fast 19 Prozent – ein Rückgang, der bei Anlegern und Analysten gleichermaßen Alarm auslöst. Mehrere Großbanken haben die Aktie inzwischen herabgestuft und signalisieren damit weitere Turbulenzen.
Die Probleme des Unternehmens verschärfen sich, da sein wichtigstes Produkt, Methionin, unter massivem Preisdruck steht. Gleichzeitig räumte Evonik ein, dass sich eine wirtschaftliche Erholung bei seinen Kunden weiter verzögert. Angesichts dieser Herausforderungen stellen Analysten infrage, ob das laufende Effizienzprogramm ausreicht, um die Margen nachhaltig zu verbessern.
Erst kürzlich stufte Goldman Sachs die Evonik-Aktie auf "Verkaufen" herab, während Jefferies die Empfehlung auf "Underperform" (schlechter als der Markt) senkte. Auch die Citigroup reduzierte ihr Kursziel deutlich. Zudem gilt die Aktie mittlerweile als stark überverkauft – der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei nur 15,8 Punkten, ein Zeichen für extreme Schwäche.
Doch die Probleme gehen über die aktuelle Finanzlage hinaus: Analysten warnen vor tiefgreifenden strukturellen Schwächen in der gesamten Chemieindustrie, die Evonik noch länger belasten könnten.
Mit dem historischen Tiefstand der Aktie wachsen die Zweifel an der finanziellen Stabilität des Konzerns. Angesichts der Herabstufungen durch führende Banken und der anhaltenden Branchenkrise steht Evonik vor einem schwierigen Wiederaufbau der Investorenvertrauens. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Sparmaßnahmen ausreichen, um die Margen zu stabilisieren – und damit die Wende einzuleiten.






