Ex-Polizist wegen Korruption und Erpressung zu drei Jahren Haft verurteilt
Swantje WeinhageNordrhein-Westfalen: Ehemaliger Polizist wegen Korruption zu drei Jahren Haft verurteilt - Ex-Polizist wegen Korruption und Erpressung zu drei Jahren Haft verurteilt
Ein ehemaliger Polizist aus Nordrhein-Westfalen ist wegen Korruption zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der 63-Jährige wurde schuldig gesprochen, Bestechungsgelder angenommen, versuchten Erpressungsversuch begangen und die Justiz behindert zu haben – alles während seiner Dienstzeit. Seine Straftaten richteten sich gegen den Betreiber einer Cannabis-Anbauanlage in Mönchengladbach.
Im September 2020 hatten der Beamte und zwei Komplizen den Betreiber der Anlage aufgesucht. Sie forderten Schweigegeld: Der Polizist verlangte 80.000 Euro sofort sowie 10.000 Euro monatlich, um eine Ermittlung des Bundeskriminalamts (BKA) hinauszuzögern. Trotz wiederholter Drohungen und Drucks weigerte sich der Betreiber, die Summen zu zahlen.
Wie das Gericht weiter feststellte, hatte der Angeklagte Beschuldigte in anderen Fällen vor anstehenden Ermittlungen gewarnt. Seine Handlungen gingen damit über Erpressung hinaus – er versuchte aktiv, die Justiz zu behindern.
An dem Fall waren zwei weitere Personen beteiligt. Ein 34-jähriger Mittäter ist seit über einem Jahr auf der Flucht, während die Anklage gegen einen dritten Komplizen wegen geringer Schuld fallen gelassen wurde.
Das Urteil bestätigt die zentrale Rolle des Polizisten in einem System aus Bestechung, Erpressung und Justizbehinderung. Die Strafe spiegelt die Schwere seiner Taten wider, zu denen auch die Ausnutzung seiner Position für finanzielle Vorteile zählte. Der Fall zeigt zudem, dass weitere Verdächtige involviert waren – einer von ihnen ist weiterhin flüchtig.






