Flughafen Düsseldorf gibt unbegrenzte Flugbewegungen auf – und setzt auf Flexibilität
Swantje WeinhageDüsseldorf Airport Will Keine Extra Starts Mehr - Flughafen Düsseldorf gibt unbegrenzte Flugbewegungen auf – und setzt auf Flexibilität
Flughafen Düsseldorf verzichtet auf unbegrenzte Start- und Landezeiten
Flughafen Düsseldorf verzichtet auf unbegrenzte Start- und Landezeiten
Flughafen Düsseldorf verzichtet auf unbegrenzte Start- und Landezeiten
- Dezember 2025, 17:37 Uhr
Der Flughafen Düsseldorf hat seine langjährige Forderung nach unbegrenztem Wachstum der Flugbewegungen fallen gelassen. Stattdessen strebt er nun mehr Flexibilität innerhalb der bestehenden Obergrenze an. Der überarbeitete Plan wurde im vergangenen Jahr im Rahmen eines laufenden Prüfverfahrens bei den Aufsichtsbehörden eingereicht.
Noch 2015 hatte der Flughafen Düsseldorf beantragt, die Begrenzung von 131.000 Bewegungen in den Spitzenmonaten aufzuheben. Damals strebten die Verantwortlichen eine vollständige Abschaffung der Obergrenze an. Doch 2023 änderte sich die Strategie: Der Flughafen Düsseldorf behielt zwar die gleiche Deckelung bei, forderte jedoch mehr Spielraum bei der Verteilung der Slots innerhalb dieser Grenze.
Der aktuelle Vorschlag sieht vor, die stündlichen Bewegungen von 47 auf 60 zu erhöhen, wenn beide Startbahnen in Betrieb sind. Zudem sollen reservierte Kapazitäten für die Allgemeine Luftfahrt gekürzt werden, um den Vorrang für Passagiermaschinen zu stärken. Trotz dieser Anpassungen bleibt das nächtliche Flugverbot zwischen 23:00 und 6:00 Uhr unverändert bestehen.
Aktuelle Zahlen zeigen, dass der Flughafen Düsseldorf seine Kapazitäten derzeit nicht ausschöpft. In den vergangenen 11,5 Monaten wurden über 155.000 Starts und Landungen abgewickelt – deutlich unter dem theoretischen Maximum. Der überarbeitete Antrag wird weiterhin von der zuständigen Behörde im Rahmen des förmlichen Planfeststellungsverfahrens geprüft.
Mit dem neuen Ansatz distanziert sich der Flughafen Düsseldorf deutlich von seinen früheren Expansionsplänen. Sollte der Vorschlag genehmigt werden, wären in Stoßzeiten mehr Flüge möglich, während die Gesamtbegrenzung erhalten bliebe. Eine Entscheidung steht jedoch noch aus – das Verfahren läuft.