30 March 2026, 06:21

"Höhle der Löwen": Wutausbrüche, Deals und ein Rum nur für Frauen

Alte Werbung für Allied Seed Company mit blauer Schleife, Text beschreibt Produkte und Dienstleistungen.

Maschmeyers wütziger Studio-Ausstieg - "Höhle der Löwen": Wutausbrüche, Deals und ein Rum nur für Frauen

Die neueste Folge von Die Höhle der Löwen wurde am 23. März 2026 ausgestrahlt und präsentierte sechs Start-ups, die um insgesamt 605.000 Euro an Fördergeldern kämpften. Unter den Pitches waren eine Rum-Marke speziell für Frauen, eine taktile Fotolösung für blinde Menschen und eine umstrittene Snackwurst, die zu einem spektakulären Studio-Ausstieg führte. Die Investor:innen bewerteten alles von Gesundheitstechnologie bis hin zu Küchengadgets – manche Gründer:innen sicherten sich Deals, andere gingen leer aus.

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Ein besonderer Höhepunkt war, als Carsten Maschmeyer die Verhandlungen nicht nur einmal, sondern gleich zweimal abbrach, nachdem es zu Streitigkeiten über Geschäftsbedingungen und Produktideen gekommen war.

Den Anfang machten Laura Walter und Tatjana Peters mit Sheers, einem Rum, der gezielt Frauen ansprechen soll. Ihr Pitch setzte den Ton für einen Abend voller mutiger, mitunter aber auch polarisierender Geschäftskonzepte.

Es folgten Linus Walden, Max Winkler und Dyveke Walden mit Touchprint, einem Start-up, das Fotos in tastbare Drucke für blinde Nutzer:innen verwandelt. Trotz des sozialen Mehrwerts zögerten die Löwen angesichts der hohen Unternehmensbewertung und Bedenken hinsichtlich der Teamdynamik. Ein Deal kam nicht zustande.

Bruno Stein und Martin Emmrich präsentierten anschließend Coby's, einen Instant-Kaffeesirup. Ihre Angaben zu Instagram-Followern gerieten in die Kritik, da die Investor:innen ihre Transparenz infrage stellten. Die Gründer verließen den Raum ohne Angebot.

Die Stimmung kippte, als Daniel Stadtmann, Dr. Peter Stiller und Gregor Schleicher ihre Whacky-Rindfleischsticks vorstellten. Carsten Maschmeyer, verärgert über deren mangelnde Kompromissbereitschaft, verließ wütend das Studio – mitten im Pitch. Es war nicht das erste Mal an diesem Abend: Schon zuvor hatte ein Gründertrio mit einer innovativen Snackwurst eine ähnliche Reaktion bei ihm ausgelöst.

Erfolgreicher verlief der Auftritt von Fiona Jasmut und Ole Walkenhorst, deren Plattform KassenKompass Nutzer:innen beim Vergleich von Krankenkassentarifen unterstützt. Maschmeyer erkannte das Potenzial und bot 300.000 Euro für 20 Prozent der Anteile – bei einer Unternehmensbewertung von 1,5 Millionen Euro. Die Gründer:innen willigten ein.

Die Macher:innen von little Biker, einer Fahrradhilfe für Kinder, brachten sogar ihre eigenen Kinder zum Pitch mit. Sie forderten 150.000 Euro für 25 Prozent der Anteile, doch Martin Schroeter konterte mit einem Angebot über 30 Prozent. Am Ende kam der Deal unter seinen Bedingungen zustande.

Abgerundet wurde der Abend mit Pitches von After Inject (Hilfsmittel für medizinische Injektionen), Nylam (nachhaltige Materialien), ROOTERY (kaffeefreie Alternativen auf Wurzelbasis), ANABOX smart (Medikamentenmanagement), Muntis Butterboard (ein Küchenhelfer) und Brot-Stöcki (ofenfrische Knabberstangen). Keines dieser Start-ups konnte während der Sendung Investor:innen überzeugen.

Die Folge bot eine Mischung aus hochkarätigen Verhandlungen und emotionalen Eklats. Nur KassenKompass und little Biker verließen die Show mit einer Finanzierung, während andere harte Kritik einstecken mussten oder die Erwartungen der Investor:innen nicht erfüllten. Die Dramatik des Abends – insbesondere Maschmeyers doppeltes Hinausstürmen – unterstrich einmal mehr die Unberechenbarkeit der Sendung.

Bei sechs Start-ups und 605.000 Euro auf dem Tisch wurde nur ein Bruchteil des Kapitals vergeben. Die meisten Gründer:innen müssen nun ihre Strategien überdenken.

Quelle