03 April 2026, 00:24

Jäger im Kreis Herford kämpfen mit monatelangen Wartezeiten für Waffenscheine

Ein Reh, das auf einem Schotterweg durch einen bewaldeten Bereich geht, umgeben von Steinen, Zweigen und Bäumen, mit Text unten, der "Stealth Cam - Hirschjagd in Texas" liest.

Jäger im Kreis Herford kämpfen mit monatelangen Wartezeiten für Waffenscheine

Jäger im Kreis Herford müssen künftig deutlich länger auf ihre Waffenscheine warten – Grund sind neue Bundesgesetze, die seit Ende 2024 gelten. Die Änderungen sehen strengere Überprüfungen vor und binden zusätzliche Behörden in das Verfahren ein. Betroffen von den Verzögerungen sind rund 2.400 lizenzierte Jäger in der Region.

Bisher dauerte die Bearbeitung eines Jagdscheins im Kreis Herford bei Erfüllung aller Auflagen oft nur wenige Tage. Doch seit dem 31. Oktober 2024, als das Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems in Kraft trat, hat sich das geändert. Das Gesetz novellierte sowohl das Waffengesetz als auch das Bundesjagdgesetz und zwingt die Behörden nun zu umfassenderen Zuverlässigkeitsprüfungen.

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Das hiesige Jagdamt arbeitet seitdem mit der örtlichen Polizei und dem Zollfahndungsamt zusammen, um die Anträge zu prüfen. Wer in den vergangenen zehn Jahren aus einem anderen Bundesland nach Herford gezogen ist, muss zudem Unterlagen aus seinem früheren Wohnort vorlegen. Diese zusätzlichen Schritte haben das gesamte System verlangsamt.

Jährlich bearbeitet der Kreis bis zu 500 Antragsverfahren – sei es für Neuausstellungen oder Verlängerungen von Jagdscheinen. Um Engpässe zu vermeiden, raten die Behörden den Jägern, ihre Anträge frühzeitig einzureichen. Wer seinen Schein bis zum 31. März 2026 verlängern muss, sollte das Verfahren ab dem 1. Dezember 2025 einleiten. Die Anträge können online über das Dienstleistungsportal des Kreises unter dem Menüpunkt "Öffentliche Ordnung und Einbürgerung" gestellt werden.

Die neuen Regelungen bedeuten für Jäger, dass sie sich deutlich früher als bisher um ihre Papiere kümmern müssen. Die Bearbeitungszeiten haben sich verlängert, und zusätzliche Prüfungen sind nun Pflicht. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Verzögerungen fortsetzen werden, solange das strengere System besteht.

Quelle