Jenke von Wilmsdorff riskiert alles für seine radikalen Selbstexperimente
Swantje WeinhageJenke von Wilmsdorff riskiert alles für seine radikalen Selbstexperimente
Der Journalist Jenke von Wilmsdorff setzt seit über 13 Jahren seinen Körper und Geist extremen Belastungen aus – alles im Namen des Dokumentarfilms. Mit radikalen Selbstexperimenten taucht er in kontroverse oder aufrüttelnde Situationen ein, um gesellschaftliche Themen aus nächster Nähe zu erkunden. Sein aktuelles Projekt "Der Traum vom schnellen Geld – Wie werde ich reich?" führt diesen mutigen Ansatz fort.
Seine Karriere begann von Wilmsdorff bei Extra von RTL, bevor er mit Das Jenke-Experiment seine eigene Sendung startete. Seit 2020 moderiert er bei ProSieben die Reihe Jenke, in der jede Folge eine persönliche Herausforderung unter höchsten Einsatz fordert. Seine Experimente umfassen oft körperliche Verwandlungen oder extreme Lebensbedingungen, um verborgene Realitäten aufzudecken.
In "Wie lebt es sich als alter Mensch in Deutschland?" zog er in ein Seniorenheim und trug einen Spezialanzug, der die Gebrechen des Alters simulierte. Für "Tiere lieben und Tiere essen – wie viel Fleisch braucht der Mensch?" lebte er mit Schweinen in einer Arche und setzte sich mit der Ethik der Schlachtung auseinander. Beim "Klima-Experiment" hielt er in einer belgischen Forschungseinrichtung simulierte Zukunftsbedingungen des Klimawandels aus.
Einige seiner intensivsten Tests brachten ihn an physische und psychische Grenzen. Im "Alkohol"-Experiment hielt er einen Monat lang einen Blutalkoholspiegel von einem Promille aufrecht und dokumentierte die schweren Folgen für seine Gesundheit. Beim "Schönheits-Experiment" unterzog er sich 100 Tage lang kosmetischen Behandlungen, um seinen Körper um zwei Jahrzehnte zu verjüngen. Obwohl er klare Grenzen setzt, macht seine Bereitschaft, Unbehagen auszuhalten, seine Arbeit einzigartig.
Jedes Projekt beginnt mit einer gesellschaftlich relevanten Frage. Von Wilmsdorff entwirft dann ein Experiment, das ihn – und die Zuschauer – mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert. Seine Methoden mögen extrem sein, doch sie zielen darauf ab, Diskussionen anzuregen und zur Selbstreflexion aufzufordern.
Von Wilmsdorffs Dokumentationen verbinden persönliche Ausdauer mit investigativem Journalismus. Indem er sich selbst ins Zentrum jedes Experiments stellt, verwandelt er abstrakte Themen in greifbare Erfahrungen. Sein jüngstes Projekt über Reichtum und finanziellen Ehrgeiz folgt demselben furchtlosen Ansatz, der seine Karriere prägt.






