13 April 2026, 16:20

Jugendkriminalität in NRW erreicht alarmierenden Höchststand – Schulen und Politik in der Zwickmühle

Plakat mit der Überschrift "Täter mexikanischer Drogenhandel Gewalt" mit hellblauem Hintergrund, das Bilder von verschiedenen Personen mit ernsten Gesichtern und fetten schwarzen Buchstaben in einem weißen Rand zeigt.

Jugendkriminalität in NRW erreicht alarmierenden Höchststand – Schulen und Politik in der Zwickmühle

Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen steigt dramatisch an

Eine neue Studie zeigt, dass die Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen in den letzten zehn Jahren stark zugenommen hat. Die Forschungsergebnisse verweisen auf wachsende Gewaltbereitschaft, Respektlosigkeit und Straftaten unter Kindern – insbesondere bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Behörden fordern nun eine breite gesellschaftliche Debatte, um das Problem zu bewältigen.

Die über mehrere Monate durchgeführte Untersuchung befragte rund 3.800 Schülerinnen und Schüler der siebten und neunten Klassen an 27 Schulen in Gelsenkirchen, Marl und Herten. Die Forscher stellten einen deutlichen Anstieg kriminellen Verhaltens fest, darunter Angriffe auf Lehrkräfte, Polizisten und Rettungskräfte.

Besonders alarmierend: Die Zahl der Straftaten von Mädchen unter 14 Jahren stieg seit 2013 um fast 150 Prozent – bei Jungen lag der Anstieg im gleichen Zeitraum bei 104 Prozent. Auch die registrierten Delikte von ausländischen Schülerinnen und Schülern zwischen 11 und 13 Jahren nahmen zwischen 2013 und 2024 stark zu.

Professor Clemens Kroneberg, der die Studie leitete, nannte die Folgen der Pandemie und den Einfluss sozialer Medien als mögliche Ursachen. Innenminister Herbert Reul (CDU) forderte unterdessen eine öffentliche Diskussion über eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters. Auch Schulen stehen vor großen Herausforderungen, da Regelverstöße zunehmend ignoriert werden, wenn sie keine Konsequenzen nach sich ziehen.

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Die Ergebnisse unterstreichen einen besorgniserregenden Trend: Immer mehr Kinder geraten als Tatverdächtige in den Fokus der Ermittler. Schulen und Politiker müssen nun Wege finden, um der wachsenden Gewalt und Respektlosigkeit entgegenzuwirken. Die Studie könnte künftig zu Änderungen in der Handhabung von Jugendstraftaten führen.

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