29 March 2026, 00:20

Kilometergeld und Pendlerpauschale: Warum die Reformdebatte jetzt Fahrt aufnimmt

Plakat mit einem Zug auf Eisenbahnschienen mit mehreren Menschen in der Nähe, das "The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation" bewirbt.

Kilometergeld und Pendlerpauschale: Warum die Reformdebatte jetzt Fahrt aufnimmt

Die deutsche Bundesregierung hat den Kilometergeldsatz für Dienstfahrten seit 2021 bei 0,30 Euro pro Kilometer belassen. Gleichzeitig gab es bei der Pendlerpauschale Änderungen: Ab 2026 gilt ein höherer Satz bereits ab dem ersten Kilometer. Doch die Rufe nach einer Reform werden lauter, da die Spritpreise steigen und Arbeitnehmer zunehmend unter finanzieller Belastung leiden.

Seit fünf Jahren bleibt die Kilometerpauschale – der Satz für Dienstfahrten mit dem Privatwagen – unverändert bei 0,30 Euro pro Kilometer. Die Pendlerpauschale entwickelte sich hingegen anders: Bis Ende 2025 erhalten Pendler 0,30 Euro für die ersten 20 Kilometer und 0,38 Euro für jede weitere Strecke. Ab dem 1. Januar 2026 wird das System vereinfacht – dann gilt ein einheitlicher Satz von 0,38 Euro ab dem ersten Kilometer. Kein Bundesland und keine Branche hat diese Standardwerte jemals überschritten.

Dennis Radtke, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), fordert nun Veränderungen. Er plädiert dafür, die Kilometerpauschale für Dienstfahrten auf 0,38 Euro pro Kilometer anzuheben – angepasst an die neue Pendlerpauschale. Sein Hauptargument sind die steigenden Spritpreise, die er auf globale Spannungen und mangelnden Wettbewerb im Energiemarkt zurückführt.

Radtke lehnt Vorschläge wie autofreie Sonntage als unpraktikabel für Arbeitnehmer ab, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Stattdessen fordert er eine strengere Durchsetzung des Wettbewerbsrechts, um die Spritkosten zu senken. Zudem schlägt er ein steuerfreies Mobilitätsbudget für Dienstreisen sowie gezielte finanzielle Entlastungen für Autofahrer vor. Seine Botschaft an die Regierung ist klar: Es braucht konkrete Maßnahmen, nicht nur Ratschläge zum Spritsparen.

Der aktuelle Satz von 0,30 Euro für Dienstfahrten bleibt vorerst bestehen – trotz des Drucks der CDA. Sollten Radtkes Forderungen Gehör finden, könnten Autofahrer mit höheren Erstattungen und neuen Steuervergünstigungen rechnen. Der Fokus liegt derzeit auf den Spritpreisen und der Frage, ob die Politik auf die Reformforderungen reagieren wird.

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